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MOROS EROS - Jealous me was killed by Curiosity

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Artist MOROS EROS
Title Jealous me was killed by Curiosity
Homepage MOROS EROS
Label VICTORY RECORDS
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Bei Victory Records, der ehemaligen (?!) Heimstätte für Hardcore- und Metalbands, kann man sich in letzter Zeit nicht mehr ganz sicher sein, was man zu hören bekommt. MOROS EROS gehören auch in diese Kategorie, ihr tanzbarer Indierocksound will aber auch nicht mit den bösen Jungs spielen. Dass man dennoch hart im nehmen ist, hat man im Jahr nach der Veröffentlichung des Debüts „I saw the devil last night and now the sun shines bright“ bewiesen. So steckte die Truppe Equipmentdiebstahl, Autounfälle und kaputte Lieferwägen weg und spielte Shows mit SPARTA und den PRETTY GIRLS MAKE GRAVES.

MOROS EROS haben sich in Georgia formiert, ihren Sound aber wohl beim Auslandsaufenthalt entdeckt. „Quit. You’re being thoughtless“ mit seinen strömenden, melodischen Gitarren und dem orgelnd fröhlichen Refrain ist nicht der einzige Titel, der sich an Bands wie HOT CHIP, DOGS DIE IN HOT CARS oder auch den kommerzielleren RAZORLIGHT orientiert. Irgendwie zumindest, denn so ganz kann man ME doch nicht in die englische NME-gehypte Indierockwelt hieven. Da wären diese exzentrischen Gesangsparts, welche Isaac Brock von MODEST MOUSE zur Ehre gereichen würden und manch überladen wirkender Titel klingt nach den Anfängen der FLAMING LIPS. Los: Durchsucht eure Schubladen, ob IHR noch irgendwo einen Platz für das Quartett findet, weder bei den alten Socken noch den „3-Euro H&M“ Shorts passen sie rein. Genau diese Unangepasstheit (ergo Vielfältigkeit ) ist es wohl, welche die Jungs dann doch mit Victory Records auf Beutezug gehen lässt. Mit dem fetzigen „Choices“ entern die Amis sowohl Extremitäten als auch Gehör. „Safety Net“ entfernt eben jenes und verpasst dem Gehirn einen Freiflug, der Postcore-Refrain täuscht über die zynischen Texte hinweg, welche mit basslastigem Einsatz auf den Grabstein von PRIMUS pissen.

„Jealous me was killed by curiosity“ kann für engstirnige Victory-Records Labelliebhaber ein böses Erwachen sein, bevor ihr euch aber den Daumen wundlutscht, solltet Ihr MOROS EROS eine Chance geben. Die jungen Wilden mit ihren dynamischen, mitreißenden Tanzbeinherausforderungen sind gar nicht so unsympathisch. Es muss ja nicht immer ein tsunamigleiches Monsterriff sein, welches sich durchs Gehör windet. Zur Eingewöhnung dürft ihr euch „Pride & Joy“ anhören, der dreckbeschmierte Labelgolem der Band. Sollten oben genannte Bands hingegen in eurer Playlist schon mal aufgetaucht sein, stellt sicher, dass es in Zukunft auch MOROS EROS tun werden. Bereuen werdet ihr es nicht…

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