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MORS PRINCIPIUM EST - The Unborn

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Artist MORS PRINCIPIUM EST
Title The Unborn
Homepage MORS PRINCIPIUM EST
Label LISTENABLE
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MORS PRINCIPIUM EST bedeutet übersetzt „Der Tod ist der Anfang (bzw. Beginn)“. Und das passt auf diese finnische Combo wie die Faust aufs Auge. Denn der Sechser bleibt nicht beim schwedisch angehauchten Melodic-Death Metal stehen, sondern geht seinen eigenen Weg voran.

Die Grundlage der Songs ist aber erst mal ganz klar im schwedischen Death Metal zu finden. So tauchen immer wieder Parallelen zu Bands wie IN FLAMES und SOILWORK auf, dabei allerdings eher zu deren früheren und brachialeren Zeiten. Zeitweise treten MPE sogar das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Aber im überwiegenden Teil bewegt man sich doch in sehr melodischen und groovigen Gefilden. Auffällig bei allen Songs ist der Einsatz des Keyboards, welches hier nicht nur zur Untermalung, sondern neben den Gitarren auch als gleichwertiges Riff-Instrument eingesetzt wird. So schaukeln sich die Keys und die Gitarren mehr als einmal zu fulminanten Sound-Gewittern hoch (z.B. das Titelstück, „Pure“). Man merkt schon ganz deutlich, dass es diese Mucker gut drauf haben. So brilliert auch Drummer Mikko durch gekonnte Wechsel zwischen Blast-Gebretter und groovigen Passagen. Sänger Ville lässt den amtlichen Death-Shouter raus und kombiniert gekonnt tiefe Growls und energische Thrash-Screams, wobei die Stimme dennoch auch sehr gut zu den melodischen Parts passt. Bei diesen wird der Fronter immer mal wieder von einer schönen weiblichen Stimme ergänzt, deren Besitzerin in der Info allerdings nicht weiter erwähnt wird. Als schönen Ausklang des eigentlichen Albums gibt es mit „The Glass Womb“ einen ruhigen und melancholischen Track zu hören, bei welchem mir vor allem die coolen langen und gezogenen Gitarren-Soli gefallen. Auf der Digi-Version des Albums wird es noch zwei Bonus-Tracks geben, die man netterweise auch auf die Promo gepackt hat. Dabei frage ich mich, warum man neben dem brachialen Eigen-Erzeugnis „No More“ noch die MEGADETH-Nummer „Blood of Heroes“ aufgenommen hat. Denn dass die Jungens spielen können, hat man auf dem Album schon mehr als bewiesen und so erstaunt es nicht, dass auch dieser Song sehr gelungen aus den Boxen schallt. Sänger Ville klingt sogar teilweise original nach Dave Mustaine.

So kann ich „The Unborn“ ohne zu zögern wirklich jedem Liebhaber qualitativ hochwertiger, melodischer aber dennoch brutaler Death-Mucke wärmstens empfehlen!

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