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MORTAL LOVE - Forever Will Be Gone

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Artist MORTAL LOVE
Title Forever Will Be Gone
Homepage MORTAL LOVE
Label MASSACRE RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Anfang 2000 hat sich in Norwegen ein Quintett namens MORTAL LOVE zusammengetan und zwei Jahre später fand der erste Teil der „All The Beauty I Have Lost Forever Will Be Gone“-Trilogie den Weg in die Plattenläden. Part Two folgte im vergangenen Jahr und nun ist es an der Zeit für das „Forever Will Be Gone“-Finale. Ich tue mich ja schon mal etwas schwer mit den Goth Metal-Sangeskünstlerinnen, da die Damen sich häufig auf einem sehr schmalen Grat zwischen fulminantem Gesang und schwülstigem Geknödel bewegen. Optisch passt die blonde Cat schon mal ins Genre-Bild, schauen wir mal, was sie und ihre inzwischen fünf Mannen musikalisch so drauf haben.

Zuerst einmal singt das Fräulein nicht allein, Rain6 übernimmt wie in „I Make The Mistake“ neben Gitarre und Keyboard auch die männlichen Vocals, was dem Sound hörbar gut tut. Aber auch Cats Stimme kommt ordentlich rüber. Über die Herkunft der Düster-Combo besteht vom ersten Moment an kein Zweifel, das ist einwandfrei skandinavischer Melancholie-Metal. Dafür, dass das Ganze nicht in seichtes Fahrwasser abdriftet, sorgen die kraftvollen, harten Gitarrenriffs. In der Kombination mit den prägnanten Electrotracks entstehen Songs, die sich direkt ins Hirn schrauben. „While Everything Dies““ überrascht außerdem mit einigen deutschen Sätzen. Mit ungewohntem Sprechgesang fällt „In The End Decides“ ein wenig aus dem Rahmen, der Qualität schadet diese Novität aber keineswegs. Ein Gänsehaut-Garant ist „To Choke You Now“. Der Sound wabert aus den Boxen während Rain6’ Flüstergesang langsam das Rückgrat hoch kriecht. Die klassische Piano-Ballade darf natürlich auch nicht fehlen, ist der Mannschaft mit „So We Can Not Be One“ auch gut gelungen. Zum Ausklang der Trilogie sorgen fette Cello-Klänge für Abwechslung. Immer wieder erstaunlich, was man aus diesen Holzdingern rauskitzeln kann. Insgesamt ist „Forever Will Be Gone“ eines der härteren Stücke des Albums. Zum Schluss wird noch mal richtig auf den Putz gehauen.

Da ist MORTAL LOVE zweifelsohne eine feine nordische Mischung aus melodischem Gitarrengewitter und elektronischen Beats gelungen. Stimmlich gut umgesetzt – Cats warme einschmeichelnde Vocals finden im dunklen Timbre von Rain6 einen idealen Gegenpart. Und auch sein böses Shouten funktioniert tadellos. Von Depression keine Spur, eher eine Art positiv umgesetzte Melancholie in Kombination mit einer Portion Wut – da kann der Herbst doch kommen, den passenden Soundtrack dazu haben wir jetzt ja.

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