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MORTIFICATION - 20 Years in the Underground (2-CD)

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Artist MORTIFICATION
Title 20 Years in the Underground (2-CD)
Homepage MORTIFICATION
Label NUCLEAR BLAST
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Satte 20 Jahre sind die Australier MORTIFICATION nun auch schon im Death/ Thrash-Cosmos unterwegs. Das wird mit der vorliegenden Zusammenstellung gefeiert, welche auch wieder über ihr Stammlabel Nuclear Blast erscheint, nach dem 2001er-Werk „The Silver Cord is Severed“ erschienen ja alle Alben über Steves eigenes Label Rowe-Productions. Über die christliche Ausrichtung der Band will ich mich hier mal nicht weiter auslassen.

Begonnen wird die randvolle Doppel-CD mit 5 neu aufgenommenen Tracks, die ganz klar aufzeigen, weshalb die Band seit 20 Jahren im Underground rumdümpelt und nie den ganz großen Wurf hingelegt hat. Man schreibt gutklassige Songs auf einem gewissen Level und damit hat es sich. Ich besitze alle Alben, an das Level vom Zweitwerk „Scrolls of the Megilloth“(1992) kam die Band nie wieder heran. Dennoch hat man einen Namen in der Szene und noch nie eine wirklich schwache Platte abgeliefert. Fans können auf Neuaufnahmen von u.a. „Grind Planetarium“ oder „Hammer of God“ verzichten, da hätte man lieber rare unveröffentlichte Stücke ausgraben sollen. Der Rest der über 140 Minuten langen Scheibe besteht aus Live-Mitschnitten aus allen Bandphasen, was natürlich auch unterschiedliche Qualitäten mit sich bringt. Am kultigsten sind dabei die 3 Songs vom allerersten Konzert vom 15.6.1990! Sehr roh und brutal noch, so wie eben das Debut „Mortification/ Break the Curse“ klang.

Weiter geht’s mit 2 Songs vom 19.8.1995, bei dem Lincoln und Keith zum ersten Mal dabei waren. Der Sound hat Bootlegcharakter, enthält aber mit „Scrolls of the Megilloth“ ihren stärksten Song ever. Auf das Spoken Word-Gefasel während der nächsten beiden Mitschnitte von 1996 und 2004 kann man auch getrost verzichten, Tracks wie „Chapel of Hope“ sind auch nicht gerade der Burner. Intressanter sind da schon die beiden 2007er-Takes, „I’m not your Commodity“ ist ein sehr derber Death Metal-Groover. Insgesamt ist CD 1 aber nur was für beinharte Fans der Truppe.

CD 2 enthält dann den 93er-Gig, der schon damals als „Live Planetarium“ herauskam. Hier ist der Sound natürlich nicht ganz so dumpf und es gibt 12 Tracks aus der stärksten Phase der Band, u.a.Knaller wie „Grind Planetarium“, „Distarnish Priest“, „Scrolls of the Megilloth“ oder „From the Valley of Shadows“. Zu guter Letzt gibt es noch 4 Akustik-Songs vom norwegischen Seaside-Festival 2001, welche auch im holländischen Radio zu hören waren. „Grind Planetarium“ im rein akustischen Gewand ist schon ein Erlebnis…

Somit quasi also nur gut 3 Jahre nach dem Letzten das mittlerweile 5.Livealbum (!) der Herren, zu denen sich ja auch noch etliche VHS/ DVD und Best Of-Releases gesellen. Der sammelnde Fan darf also tief in die Tasche greifen. Was er im vorliegenden Fall aber auch tun kann!

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