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MORTIIS - The Grudge

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Artist MORTIIS
Title The Grudge
Homepage MORTIIS
Label EARACHE
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

„Mr.von-und-zu Hakennase-Spitzohr“ ist wieder da und legt uns mit „The Grudge“ den lang erwarteten Nachfolger zum 2001er Erfolgsalbum „The Smell of Rain“ vor. Nachdem der Norweger mit dem Label-Wechsel von Cold Meat Industry zu Earache Ende 99 sich auch musikalisch neu orientierte (weg von den 20-minütigen, rituellen Dark Electro/ Ambient Songs hin zu klassischen Songstrukturen mit Band, Vocals und richtigen Lyrics), führt der ehemalige Black Metal-Bassist (bis 92 bei EMPEROR) seinen eingeschlagenen Weg konsequent weiter.

Eine wichtige Neuerung gibt es allerdings auf „The Grudge“: Nachdem der Endzwanziger auf seinen ersten Alben noch komplett alleine agierte und für die Aufnahmen zu „The Smell of Rain“ eine Horde von Gast-Musikern rekrutierte (u.a. Sarah Jezebel Diva von CRADLE OF FILTH), agiert MORTIIS nun als vierköpfiges Konsortium mit festem Line Up. Und das tut der Musik hörbar gut: Zwar stammt fast das komplette Material wieder vom Chef selbst, allerdings fällt der Sound durch die Hinzunahme von richtigen Gitarren und Drums um einiges druckvoller aus als noch auf dem schon fast poppig zu nennenden Vorgänger-Album. Dies trägt auch gleich dazu bei, dass die Songs auf dem neuen Werk um einiges härter daher kommen. Nur allzu deutlich hört man die Einflüsse der EBM/ Industrial-Ikonen NINE INCH NAILS, SKINNY PUPPY, MINISTRY und KMFDM heraus („Broken Skin“, „Way to wicked“, „Decadent & Desperate“, „Gibber“). Aber auch ruhigere Töne, die zum Teil an frühere Veröffentlichungen erinnern, haben den Weg auf die CD gefunden (z.B. die erste Single und Titelstück „The Grudge“, das schon fast hypnotische „The worst in me“ und das tiefgründige „the loneliest Thing“).

Wer „The Smell of Rain“ mochte, sich aber etwas mehr Druck gewünscht hat, ist mit „The Grudge“ absolut richtig bedient. Aber auch Freunde älterer EBM-Musik sollten hier ruhig mal ein (spitzes) Ohr riskieren… MORTIIS kommt im Herbst auch endlich wieder nach Germoney, man darf gespannt sein!

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