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MOSHQUITO - Behind the Mask

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Artist MOSHQUITO
Title Behind the Mask
Homepage MOSHQUITO
Label REARTONE MUSIC
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Der Werdegang einer der Dienstältesten Ost-Kapellen ist herrlich im Rock Hard-Ost-Special nachzulesen. Bereits seit Anfang der 80er (unter ARGUS) rumpelte man sich hinter der Mauer durch ein Coverprogramm. Damit zog man regelmäßig Hundertschaften in die Säle der Republik und rief die Staatsmacht auf den Plan. Dermaßen, dass man sich 1987 in MOSHQUITO umbenannte. Mit dem Mauerfall zerbröselte auch die Band erst mal, denn mit dem fast reinen Coverprogramm konnte man jetzt natürlich nicht mehr so für Aufsehen sorgen, da die Originale ja nun frei zugänglich waren für Jedermann. Erst 1995 trommelte Gitarrist Ingo Lohf die Band wieder zusammen. Mit ständig wechselnden Besetzungen(lediglich Bassist Andre Nebel ist durchgängig dabei)wurden 3 CDs eingetrümmert und man spielte gar auf dem With Full Force!

Mit „Behind the Mask“ liegt nun die 4.Scheibe vor. Teutonischer Thrash mit derben, leicht Deathigen Vocals (ein wenig wie eine Mischung aus Herrn und Frau Classen anno dunnemals), wie er nun mal klingt in Deutschland. Was ja absolut nichts negatives ist. Kann man vielleicht etwas mit älteren HOLY MOSES vergleichen, MOSHQUITO gehen auch recht technisch zu Werke. Dabei wird aber auch nicht vergessen, mal ordentlich drauflos zu kloppen. Einiges gerät dabei dann aber zu lang, um vom Tisch zu fegen. „State of the Rat“ hätten 4 statt 6 Minuten gereicht, auch wenn die eingestreuten Akustik-Gitarren und die Soli sehr fein sind. Ansonsten schrotet man schon sehr amtlich fett durch die Botanik, da hat die Band sich selber einen guten Sound verpasst! Am interessantesten sind MOSHQUITO immer dann, wenn’s kurz und knackig auf die Omme gibt. Man höre „Perverted Appetite“ oder „Amputate“! Übermäßig schnell ist man dabei gar nicht mal, die Herren entwickeln eher gut Druck aus ihrem fetten Groove heraus, ähnlich wie DISBELIEF.

Trotzdem sind 50 Minuten für die 10 Tracks einfach zu viel und etwas mehr Kompaktheit würde wesentlich mehr Spannung erzeugen. So dudeln einige Passagen einfach vor sich hin, was zwar musikalisch anspruchsvoll ist, aber nicht vom Hocker fegt. Thrasher und DDR-Metal-Nostalgiker müssen die Scheibe aber auf jeden Fall anchecken.

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