Band Filter

MOTHER OF MERCY - Symptoms Of Existence

VN:F [1.9.22_1171]
Artist MOTHER OF MERCY
Title Symptoms Of Existence
Homepage MOTHER OF MERCY
Label BRIDGE 9
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.0/10 (1 Bewertungen)

OK, Bridge 9 sind clever. Damit ihre unzähligen Highlights hell scheinen, muss auch mal etwas Durchschnitt unter dem eigenen Bandstall verteilt werden. Anders kann man nicht erklären, dass neben CRUEL HAND mit MOTHER OF MERCY neuerdings eine weitere Band unter Vertrag steht, die kaum Wegweisendes vorzuweisen mag. Aber wie man es dann auch drehen und wenden mag: richtig schlecht sind auch MOM letztendlich nicht…

Die Jungs aus Pennsylvania, dessen Name sicherlich dem gleichnamigen SAMHAIN-Song entsprungen ist, dreschen sich auf „Symptoms Of Existence“ durch eine knappe halbe Stunde metallischem Neunziger-Jahre-Hardcore, der an INTEGRITY und RINGWORM mehr als nur erinnert. Auch sind SWORN ENEMY und TERROR nicht weit vom Kriegsschauplatz entfernt, woran ANTHRAX und S.O.D. sicherlich auch nicht ganz unschuldig waren. Fast durchgehend im Midtempo gehalten, kotzt sich Frontmann Robert „Bob“ Taylor Wilson IV, schön monoton, wenn auch ehrlich angesäuert, durch die zehn Nummern. Das Drum und Bass-Fundament ist solide und sounddienlich, lediglich die thrash-geschulte Gitarre emanzipiert sich durch gelegentliche Leads und melodische Einschübe (man höre das Intro zu „Final Breath“). Freunde des Sounds werden an lebensbejahenden Nummern wie „World Of Pain“ sicherlich ihre Freude auf dem Tanzflur des Todes haben, denn die Attitüde, die hier aus jedem Ton zischt, lässt auf dringliche Live-Shows schließen. Wo wir bei den Stärken von MOTHER OF MERCY sind: Hier wird auf Trends geschissen, der Sound ist Breakdownfrei, Metalcore liegt in weiter Ferne… Die Wurzeln liegen in der Zeit, als Hardcore zumeist noch für Werte und nicht für schiefe Frisuren und Kopfbedeckungen mit Golddruck stand. Dementsprechend gelungen ist „Symptoms Of Universe“ für Verfechter dieser Lehre, nur einen Meilenstein wie die neue DEFEATER sollte man hier natürlich nicht erwarten. Mit dem einfachen, wenn auch einfallslosen, Wörtchen „solide“, lässt sich der zweite Longplayer des Fünfers sicherlich am treffendsten beschreiben.

Aber liebe Waschzettelschreiber: Wo, bitte schön, gibt es Parallelen zu den göttlichen ONLY LIVING WITNESS?! Nur weil „Drown“ ein entfernt an die Band erinnerndes Riff verwendet? So etwas schreibt man nicht, nur weil diese Band unter „Influences“ auf der MySpace-Seite gelistet ist, schließlich stehen dort auch HELMET und HANDSOME. Was nichtsdestotrotz natürlich auf einen guten Geschmack der Band hinweist… Wie natürlich auch die Shirt-Designs im CROWBAR-Style!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu MOTHER OF MERCY