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MOTHER'S CAKE - Creation’s Finest

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Artist MOTHER'S CAKE
Title Creation’s Finest
Homepage MOTHER'S CAKE
Label GAB MUSIC
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Mal wieder was Neues von unseren Nachbarn jenseits der Alpen: MOTHER’S CAKE aus Innsbruck schicken sich mit ihrem Debüt „Creation’s Finest“ an, das Erbe von Bands wie den RED HOT CHILI PEPPERS, CREAM, JIMI HENDRIX, DEEP PURPLE, GENESIS und LED ZEPPELIN ebenso wie das von THE MARS VOLTA und RAGE AGAINST THE MACHINE anzutreten. So weit sind zumindest die musikalischen Einflüsse von Yves Krismer (Gesang & Gitarre), Benedikt Trenkwalder (Bass) und Jan Haußels (Drums & Background-Vocals) gestreut, wobei das Trio in einem ganz eigenen Sound-Kosmos unterwegs ist.

Die zwölf Songs in eine musikalische Schublade zu verfrachten, klappt deshalb auch nicht. Fangen wir mit dem titelgebenden Opener „Creation’s Finest“ an, mit dem die Jungs im Grunde einfach eine rund einstündige Jam-Session eröffnen. Es wird in bester Funk- und Prog-Manier gefrickelt und gegniedelt, ehe „The Road“ mit allerlei Spielereien und Sperenzchen die groovende Reise fortsetzt. „Runaway“ ist ein energiegeladener Rocker, bei dem sich der Dreier um Kopf und Kragen spielt, um schließlich mit „Night And Day“ in die Gefilde des seligen Mr. Hendrix abzutauchen. Ist das ein Digeridoo auf „A Path Down Under“, das da zwischen den grummelnden Instrumentals durchblitzt? Zweifellos! Und da kommt auch schon der jazzige Bass von „Realitricked Me“ ums Eck, bevor „Nobody“ erneut die Frickel-Karte zieht und „I Like It“ als scheppender Rock-Veteran um verdiente Aufmerksamkeit bittet. Streicher bestimmen im Anschluss „Pan’s Requiem“, um nahtlos an das quirlige „Lazy“ mit seinen funky Hooks zu übergeben. „Soul Prison Part I“ und „Part 2“ überzeugen mit einer monumentalen Jam-Performance, bei der die Herrschaften noch einmal in der gebührenden Ausführlichkeit durch sämtliche favorisierten Spielarten ziehen.

In Österreich ist „Creation’s Finest“ bereits im Oktober 2012  erschienen. Weshalb wir so lange auf das Werk der Tiroler warten mussten, vermag ich nicht zu sagen. Wer auf Mucke mit Ecken und Kanten, mit instrumentalen Raffinessen und eigenwilligem Songwriting steht, sollte den 2008 gegründeten MOTHER’S CAKE auf jeden Fall alsbald Gehör schenken.

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