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MOTHER'S CAKE - Love The Filth

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Artist MOTHER'S CAKE
Title Love The Filth
Homepage MOTHER'S CAKE
Label PANTA R&E
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Mamas Kuchen ist ja sowieso der beste, daran gibt’s gar nichts zu rütteln, aber hat Mama nicht immer gesagt, man solle sich nicht dreckig machen? Und dann kommt hier mit MOTHER’S CAKE sogar die ausdrückliche Aufforderung „Love The Filth“? Tja, wer hat sich denn schon daran gehalten und ist tatsächlich mit sauberen Klamotten nach Hause gekommen? Eben! Deshalb ist es auch sehr gut, dass der Ösi-Dreier bestehend aus Yves Krismer (Gesang & Gitarre), Benedikt Trenkwalder (Bass) und Jan Haußels (Drums & Background-Vocals) eindeutig zu den Schmuddelkindern zählt, der es rund zweieinhalb Jahre nach seinem Debüt „Creation’s Finest“ mit ihrem aktuellen Silberling sogar wesentlich dreckiger als zuvor mag und mit seinen sieben neuen Songs fast schon dunkel und düster daherkommt.

Stilistisch sind die Innsbrucker weiterhin in Sachen „(Retro)-Crossover“ unterwegs, die RED HOT CHILI PEPPERS, CREAM, JIMI HENDRIX, DEEP PURPLE, GENESIS und LED ZEPPELIN lassen ebenso wie THE MARS VOLTA und RAGE AGAINST THE MACHINE grüßen, doch wirkt das Ganze heuer ein wenig homogener und auch psychedelischer. Die kurze „Interlude“ gibt’s bei den Herrschaften gleich zu Beginn – quasi als Einstimmung, doch haben die flüchtigen Melodien wenig mit dem druckvollen Titeltrack „Love The Filth“ zu tun, der sich scheppernd anschließt. Mit ebenso funkig wie bluesig angehauchten Soundkaskaden übernimmt „Ecstasy“, bevor „Void“ in die Psych-Vollen geht und „Solar Wind“ instrumentale Klangexperimente unternimmt. Die Singleauskopplung „Gojira“ (japanisch für Godzilla – auch ein Video steht zu der Nummer zur Verfügung) empfängt den Hörer mit kreischenden Gitarren, röhrendem Fuzz, treibenden Beats und wummernden Bässen. Zutaten, die auch beim finalen „Insanity“ zum Einsatz kommen, wobei hier das Tempo anzieht, um insgesamt einmal mehr nach allen Regeln der Kunst und in unterschiedlichen Geschwindigkeiten ausgiebig zu gniedeln und zu rocken.

Im letzten Jahr waren die Jungs aus Austria nicht nur auf großer Headliner-Tour durch Australien, sie begleiteten auch ANATHEMA auf ihrer Distant-Satellites-Tour, sodass der eine oder andere vielleicht auch schon das Live-Vergnügen mit den 2008 gegründeten MOTHER’S CAKE hatte. Die Konservenkost ist ebenfalls uneingeschränkt zu empfehlen, es gibt gehörig was auf die Ohren, nämlich Dreck im besten Sinne. Also: „Love The Filth“!

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