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MOTHLITE - Dark Age

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Artist MOTHLITE
Title Dark Age
Homepage MOTHLITE
Label KSCOPE
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Der Kopf hinter MOTHLITE heißt Daniel O’Sullivan und kommt aus Manchester. Der Multiinstrumentalist ist im experimentellen Art Rock zuhause und dem einen oder anderen vielleicht durch seine Mitarbeit bei ULVER, GUAPO, MIASMA & THE CAROUSEL OF HEADLESS HORSES, AETHENOR und MIRACLE bekannt. „Dark Age“ ist der zweite Alleingang des 32-jährigen, der jedoch nicht einsam im Studio gewerkelt, sondern Unterstützung diverser musikalischer Avantgardisten hatte.

Während das 2008er Debüt „The Flax of Reverie“ Kindheitsthemen erforschte, ist das aktuelle Werk eine Auseinandersetzung mit den Krisen des Erwachsenenseins. Stilistisch sind die elf Songs im Avantgarde Dark Pop zu verorten und eines darf man nicht erwarten: temperamentvolle Ausgelassenheit. Der Opener „Wounded Lions“ startet in unterkühlter elektronischer Slow Motion und auch wenn das folgenden „Disappear“ ein wenig rhythmusbetontes Tempo zulegt, bleibt der Sound doch sehr verhalten. Dabei klingen MOTHLITE und Kollege O’Sullivan durchaus mal nach den Achtziger-Jahre-Recken von TEARS FOR FEARS, nur waren die eine Idee spritziger. Entsprechend gelassen wabern auch „Seeing In The Dark“ und „The Blood“ aus den Boxen und vielleicht wäre „Something In The Sky“ in den Eighties beispielsweise bei TALK TALK sogar ein kleiner Hit geworden. Erst mit „The Underneath“ kommt ein wenig Bewegung ins Geschehen, für meinen Geschmack tritt der Brite allerdings ein wenig zu sehr auf der Stelle, denn mit „Zebras“ sind wir schon wieder bei arg ruhigem Elektro-Gefrickel, da kann dann auch „Dreamsinter Nightspore“ nicht mehr viel reißen, das mit etwas mehr Schmackes wahrscheinlich auch DEPECHE-MODE- oder NINE-INCH-NAILS-Fans erfreuen könnte. „Milk“ versucht mit elektronischen Störgeräuschen Spannung aufzubauen, während der Titeltrack „Dark Age“ noch mal aus den sphärischen Vollen schöpft und „Red Rock“ noch einmal zum großen Achtziger-Revival lädt.

Coole Synthie-Klänge sind dieser Tage ja wieder schwer angesagt, auch die Eighties erleben gerade wieder fröhliche Urstände. Alles schön und gut, aber mir ist „Dark Age“ schlicht zu gleichförmig ausgefallen. Die Songs schlängeln sich ziemlich uniform durch die Gehörgänge und hinterlassen dort keinen nennenswerten Eindruck. Alles ganz nett, aber für mein Empfinden über knapp 48 Minuten zu glatt und abwechslungslos.

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