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MOTÖRHEAD - Aftershock

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Artist MOTÖRHEAD
Title Aftershock
Homepage MOTÖRHEAD
Label RYKODISC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.8/10 (11 Bewertungen)

Ein neues MOTÖRHEAD-Album. Damit könnte man die Rezension auch schon beenden, denn wer mindestens eine der vorherigen Scheiben kennt, kennt im Grunde genommen ja alle. Wie gewohnt sollte man nicht auf Innovationen hoffen, warum auch? Was sich seit mehr als drei Jahrzehnten bewährt hat, muss nicht geändert werden, in erster Linie bleibt „Aftershock“ also ein typisches MOTÖRHEAD-Werk. 38 Jahre gelebter Rock’n’Roll, das ist Lemmy, Kopf der Motoren-Köpfe. Natürlich hat das auch seine Spuren hinterlassen. Der Herr trägt mittlerweile einen Herzschrittmacher und war gesundheitlich sehr angeschlagen in diesem Jahr. Ein kleines Wunder, dass dieses Album überhaupt (noch) entstanden ist. Zum jetzigen Zeitpunkt muss man sich einfach über jede neue Veröffentlichung des Trios freuen, es könnte auch die letzte sein. Aber ich will hier nicht schwarzmalen.

Aber nun zur Musik. Tja was gibt es dazu zu sagen. „Aftershock“ – ähnlich wie der Vorgänger „Motörizer“ – kann eindeutig zu den besseren Veröffentlichungen des Trios gezählt werden, das steht schon nach dem ersten Hördurchgang fest. Da wäre beispielsweise der Up-Tempo-Rocker/ Opener „Heartbreaker“, ein Song, der „modern“ klingt, aber immer noch das typische und so geliebte MOTÖRHEAD-Feeling innehat. Das ist ja auch das faszinierende an der Band, auch wenn sie mal etwas zeitgeistiger oder „sanfter“ klingt, behält sie eben doch ihren typischen Trademark-Sound. Das ist auch einer der Gründe, warum diese Truppe so vergöttert und respektiert wird. Nehmen wir zum Beispiel „Lost Woman Blues“, das titelgemäß in einem bluesigen Gewand daherkommt, um sich später recht überraschend in einen klassischen MOTÖRHEAD-Rocker zu verwandeln. Einen weiteren Kracher präsentieren die Briten mit „Coup de Grace“ – „Dust and Glass“ wiederum ist die fast schon obligatorische Ballade. Musikalisch ist bei Lemmy und Co. also alles im grünen Bereich, sieht man mal vom einzigen Lückenfüller „Crying Shame“ ab.

So lässt sich nur feststellen, dass „Aftershock“ wie alle MOTÖRHEAD-Alben zuvor so Testosteron-gesättigt ist, dass sich beim Hören glatt das Bartwachstum beschleunigt. Hoffen wir nun jetzt noch, dass Herr Kilmisters Gesundheitszustand stabil bleibt, damit wir ihn und seine Truppe noch lange live erleben dürfen und dies nicht das letzte Ausrufezeichen einer lebenden Legende ist.

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