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MOURNERS LAMENT - Unbroken Solemnity

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Artist MOURNERS LAMENT
Title Unbroken Solemnity
Homepage MOURNERS LAMENT
Label DESCENT PRODUCTIONS
Leserbewertung
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Was verbindet man am ehesten mit Chile? Richtig – Diktatoren wie Pinochet, Folter und Widerstandskämpfer. Eine Historie mit derart viel Blut und Leid bringt daher auch dementsprechende Musik mit sich, die für meinen Geschmack vielleicht etwas landesuntypisch ist. So begeistern uns eben diese Chilenen hier mit ihrem Debüt im Gebre Doom Metal – wobei der Begriff „Debüt“ wohl etwas abgegriffen wirkt, wenn man bedenkt, dass doch die Mitglieder der Band schon früher bei Kapellen wie MAR DE GRISES, LETAL SOLARIS oder auch POERNA ARCANUS gespielt haben.

Nichtsdestotrotz ist dies die erste Scheibe unter neuem Namen und versucht sich an Heroen wie CANDLEMASS oder auch SOLIDUTE AETURNUS zu messen. Schwerer behäbiger Doom mit fetten Gitarren und einem tieftraurigen, oft kehligen Gesang ist die Folge. Was sich nun anhört, als ob es das schon hundertmal gegeben hat, bestätigt sich auch beim Hören der CD. Ellenlange Songs (3 Stück auf einer Länge von ca. 33 Minuten) werden zum Besten gegeben und erdrücken den Doom-Fan mit ihrem Charme und alle Anderen mit purer Langeweile. Es sind viel zu typische langatmige Passagen dabei – allein das Finale der CD ist selbst für einen Doom-Fan langwierig – jedoch auch schöne Soli und angenehmer Gesang. Typisch Doom halt – nur nicht auf dem Stand, den uns die eigentlichen Größen gebracht haben. Spätestens nach CANDLEMASS’ „At the gallows end“ wissen wir doch, wie ein Ohrwurm klingen kann. Und wenn ich schon beim Klang angekommen bin – zumindest hier überzeugt die Veröffentlichung auf ganzer Line. Die Stimmen sind sauber und präsent, das Schlagzeug drückt ordentlich und die Gitarren gehen schön tief.

Eine Kaufempfehlung sei hier an alle gerichtet, die langsamen Doom, behäbige Melodien und „Endlos-Sessions“ an den Instrumenten mögen. Jeder, der etwas mehr erwartet, oder sich flottere Untergangsmelodien wünscht, sollte hier einen großen Bogen machen. Ihr würdet Euch womöglich nur langweilen.

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