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MOVING OOS - Made From Sin

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Artist MOVING OOS
Title M
Homepage MOVING OOS
Label CRISPIN GLOVER RECORDS
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Es gibt mal wieder was Neues von den MOVING OOS aus Norwegen zu hören. Und das nicht mal ein Jahr nachdem Per Borten (SPIDERGAWD, CADILLAC), Frank Reppen aka Frankie Castillo (BLOOD ON WHEELS) und Haakon-Marius Pettersen (TURBONEGRO) nebst ihren fünf Mitstreiter*innen Ranveig Seljemark, Mildrid Seljemark, Stian Lundberg, Eirik Øien sowie Vegard Bjerkan den Longplayer „R“ unters Volk gebracht haben.

Die Band, die eher einem Musikerkollektiv gleicht, hat sich auf einen Sound spezialisiert, den man sich als eine Fusion-Kapelle von MILES DAVIS aus den Siebzigern vorstellen kann, in der gleichzeitig JIMI HENDRIX‘ BAND OF GYPSYS involviert ist, während für die Vocals Betty Davis, die Gattin des guten Miles zuständig ist. Will heißen, dass „Made of Sin“ jede Menge Seventies-Feeling atmet. Souliger Rock steht bei dem Achter ganz hoch im Kurs, bluisige Boogie-Rhythmen dürfen jedoch auch nicht fehlen – etwa, wenn die MOVING OOS sich im Titeltrack „Made From Sin“ selbst zitieren. Die Nummer ist nämlich bereits 2015 auf SPIDERGAWDs „II“ erschienen, eigentlich aber ein ganz alter MOVING-OOS-Titel, konkret das letzte Lied, das Borten und Pettersen geschrieben haben, bevor die Combo 2010 in der Versenkung verschwand. Genau anders herum war es beim temperamentvollen „Two Times More“: Diese Nummer ist von CADILLAC, dem SPIDERGAWD-Vorgänger, adaptiert und war 2001 der erste von Per geschriebene Song, der im norwegischen Radio gespielt wurde. Das schwurbelige „U.O.ME“ ist in jazzigen Gefilden unterwegs, während der Opener „Solitary Union“ den Reigen mit souligem Schwung eröffnet. Das rockige „The Robinson Hood“ nimmt in der Folge den Umstand aufs Korn, dass die Stimme von Sänger Frankie der von Chris Robinson (THE BLACK CROWES) ähnelt. „The Dance of The Living Dead“ verlegt sich derweil in ruhigere Gefilde, ehe die MOVING OOS mit „Sundown Harbor“ für einen tiefenentspannten Abschluss sorgen.

Bei der Wahl ihres Bandnamens haben sich die Skandinavier von NEIL YOUNG inspirieren lassen, der mit „Moving Oos“ eine bestimmte Art von Backing Vocals benannt hat. Ansonsten sind die Referenzen klar in den siebziger Jahren zu suchen, was sich insbesondere in den Vintage-Orgeln und -Keys widerspiegelt. Den Rest besorgen auf „Made From Sin“ die knackig-verspielten Gitarrenriffs und soulige rockende Vocals.

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