Band Filter

MR. DEATH - Detached From Life

VN:F [1.9.22_1171]
Artist MR. DEATH
Title Detached From Life
Homepage MR. DEATH
Label AGONIA RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (2 Bewertungen)

Das Coverartwork von “Detached From Life” weckt durchaus das Interesse des Betrachters, denn MR. DEATH haben sich für eine Form der Gestaltung entschieden, die wirkt wie das Cover einer alten VHS-Horrorfilm-Kassette. Da stehen verrottete Mönchskuttenträger in einem alten Gewölbe, tragen umgedrehte Kreuze und fiese Visagen und geadelt wird das ganze durch eine britische „ab 18“-Freigabeplakette. Schnell noch im Info nachgeschaut und erfahren, dass sich ehemalige Musiker von TREBLINKA (den heutigen TIAMAT), TIAMAT selbst und EXPULSION im Line-up befinden und schon geht es los mit der Death Metal-Dampfwalze.

Doch so ganz erfüllen MR. DEATH nicht die nun erheblich nach oben geschraubten Erwartungen, denn wenngleich die Band beiweiten nicht schlecht ist, ist es eben nur „just another Death Metal Band“. Ja, Freunde, genau dies ist das Dilemma mit “Detached From Life”, das ganze Ding ist einfach nur 08/15-Todesstahl, welcher streng nach den üblichen Genreformeln abgespult wird und dabei keinerlei Innovationen, eigenen Ideen oder gar Besonderheiten aufweist. Das muss nicht schlecht sein, ist es auch nicht wirklich: MR. DEATH versuchen hier halt den großen Vorbildern des Genres zu huldigen und das Beste aus klassischem US-Death Metal und der Old-School-Liga Schwedens zu verbinden und so wie ein Bastard aus MORBID ANGEL und DISMEMBER zu klingen. Das gelingt ihnen sogar, nur leider befinden sich nicht nur in meinem CD-Regal sicherlich 827 Bands, die das genauso machen! Genauso gut, genauso Gesichtslos. Freunde, was soll ich hier groß schreiben, ihr alle wisst, wie so eine Veröffentlichung klingt: Tiefes, ziemlich gutes Gegrunze, runtergestimmte Gitarren, hämmernde Drums, pumpender Bass, viehische Brutalität und ein Wechsel aus finster wetzenden Parts und hyperschnellen Blastbeat-Attacken. Mir persönlichen gefallen die an alte NIHILIST erinnernden und heftig wetzenden Shredder-Attacken besser als das Geholze, da die Jungs dort wirklich brutal sind.

Unterm Strich bleibt nun also 32 Minuten lang Old-School-Geprügel der unterhaltsamen, aber 1000mal gehörten Art. Leute die – wie der Verfasser dieser Zeilen – auf den alten Todesbleisound der späten Achtziger- und frühen Neunzigerjahre stehen, und die einer Band mangelnde Originalität verzeihen können, kommen hier auf ihre Kosten. MR. DEATH wissen also Genrefans durchaus anspruchslos zu befriedigen, was Besonderes sind sie aber nicht. Manchmal reicht das zum Glück aus. Gelungen, aber definitiv also kein Pflichtprogramm, sondern eher Death Metal-Fastfood für Zwischendurch. Wer also auch mal einen Cheeseburger statt eines Mc Ribs kauft, der kann auch hier zuschlagen. Guten Appetit!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

MR. DEATH - Weitere Rezensionen

Mehr zu MR. DEATH