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MR. IRISH BASTARD - The World, The Flesh & The Devil

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Artist MR. IRISH BASTARD
Title The World, The Flesh & The Devil
Homepage MR. IRISH BASTARD
Label REEDO RECORDS
Leserbewertung
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7.3/10 (4 Bewertungen)

Wenn die DROPKICK MURPHYS, THE POGUES, FLOGGING MOLLY und die LEVELLERS eine Folk-Punk-Dependance in Deutschland haben, dann befindet sich selbige im westfälischen Münster und wird von MR. IRISH BASTARD unterhalten. 2007 gegründet, besteht die Kapelle aus ihrem namensgebendem Vorstand Mr. Irish Bastard (Gesang & Gitarre), Lady Lily (Tin Whistle), Gran E. Smith (Banjo), Boeuf Strongenuff (Bass) und Drummer Ivo K’Nivo. Auf Tour kommen zusätzlich noch die Travelling Bastards mit und die haben in den letzten Jahren bei fast 500 Konzerten in 16 Ländern auch gut zu tun gehabt. Zwischenzeitlich war die Band jedoch auch mal wieder im Studio und präsentiert jetzt ihr jüngstes Baby „The World, The Flesh & The Devil“.

Mit dem Opener „Kingdom of The Sun“ drücken die irisch anmutenden Westfalen dann auch gleich einmal aufs Gas und lassen Mandoline und Tin Whistle viel Platz zur Entfaltung, ehe das temperamentvolle „Drink Another Day“ vordergründig als Trinklied daherkommt, in Wirklichkeit aber eine Ode an das Durchhalten und Durchschlagen ist. Der Titel „Ballad of A Workshy Man“ der folgenden Nummer ist ein wenig irreführend, denn auch hier geht’s temporeich zur Sache, während das gut gelaunte „Monsters In The Light“ sehr tanzbar übernimmt und „I Hope They Sell Beer In Hell“ schon mal prophylaktisch einen Highspeed-Getränkewunsch in Richtung Unterwelt schickt. „Don’t You Walk Away“ schließt sich rhythmusbetont an, bevor „Fuck You My Darling“ wieder in die Folk-Punk-Vollen geht. Die Truppe kann aber auch anders, wie das melancholische „Black Island Ferry“ ein wenig entschleunigt beweist. Zur Not kann man aber auch ganz hervorragend zu dem Lied schunkelt und wahlweise Faust oder Guinness-Glas in die Höhe recken. Im Shuffle-Dance-Modus übernimmt das schwungvolle „Captain O Captain“ und „That Bitch Drank My Whiskey“ erfreut mit opulentem Mandolinen-Solo, wohingegen das melodiöse „All The Time In The World“ engelsgleiche Chöre ins Rennen schickt und das Banjo dem druckvollen „Evils Way“ den letzten Schliff gibt. Für den Schluss haben sich MR. IRISH BASTARD derweil das aufgeräumte „Grey Grey Grass“ aufgehoben.

Zusätzlich gibt’s für die eingefleischten Fans auch noch eine limitierte Fan Box mit zwei CDs, die um drei weitere Bonus-Songs ergänzt wurde. Für alle Varianten gilt: Es gibt schlicht eine gehörige Portion Irish Folk Punk auf die Ohren! Klischees werden bewusst vermieden, hochenergetische Must-haves sauber abgeliefert und auch in Sachen Eigenständigkeit haben MR. IRISH BASTARD auf „The World, The Flesh & The Devil“ alles richtig gemacht. Live wird man sie bis September außerdem noch bei verschiedenen Gelegenheiten zu Gesicht und Gehör bekommen, jetzt nur noch das passende Getränk dazu und alles ist gut!

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