Band Filter

MUFFALO - Love Songs & Battle Hymn

VN:F [1.9.22_1171]
Artist MUFFALO
Title Love Songs & Battle Hymn
Homepage MUFFALO
Label BUTTAMILK RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

„Love Songs & Battle Hymn” ist das Erstlingswerk von drei Typen, die bereits seit zehn Jahren als MUFFALO zusammen Musik machen, aber in drei unterschiedlichen US-Staaten wohnen und nebenbei auch noch in ein paar anderen Bands spielen. Die Rede ist von Derek Myers (Gesang & Gitarre), der auch bei MONDO GENERATOR mit von der Partie ist, Dean Gunderson am Bass (CAT BUTT, JACK O’FIRE) und Drummer Gene Trautmann (MIRACLE WORKER, QUEENS OF THE STONE AGE). Wir haben es also nicht eben mit musikalischen Leichtgewichten zu tun, die es jetzt endlich geschafft haben, zehn ihrer Songs auf einen Silberling zu pressen, sondern mit gestandenen Männern und erfahrenen Muckern.

Wobei eine MUFFALO-Nummer bereits bei der Reanimation von MONDO GENERATOR Verwendung gefunden hat – das aber nur ganz am Rande. Wenden wir uns lieber dem besagten MUFFALO-Output zu: Wenn wir es bei diesem Debüt mit Liebesliedern und Kampfhymnen zutun haben, stellt sich mir natürlich die Frage, ob der Opener „Stitches“ jetzt zur ersten oder zweiten Kategorie zählt. Das Tempo lässt eher einen Love Song vermuten, die Nummer ist gleichzeitig aber auch druckvoll genug, um zum Gefecht zu rufen. Die Langäxte jaulen in bester Stoner-Manier und auch die psychologische Kampfführung bleibt mit psychedelischen Untertönen nicht unbeachtet. „The Bleeding Heart“ scheppert ebenfalls auf das Feinste aus den Boxen und weigert sich stoisch, sich in irgendeiner Weise aus dem Konzept bringen zu lassen. Mit so einem blutenden Herzen heißt es ja auch schließlich Ruhe zu bewahren. Mit selbiger ist es bei „Battle Hymn“ allerdings ganz schnell vorbei. So lasse ich mir auch Kriegsgeheul gefallen und vergesse meine unsinnige Einteilung in Liebe & Schlacht gleich mal wieder. Der tiefer gelegte Sound geht blitzschnell ins Ohr und bringt den Kopf zum Nicken, was auch für „Chicken Dinner“ gilt. Hier tritt die Desert-Attitüde ein wenig in Hintergrund und macht stattdessen Platz für Southern-Rock-Einsprengsel, bevor es mit dem lärmenden „Safe House“ zurück in die Garage geht. „Purpose of Aging“ schreckt vor dem einen oder anderen schrägen Ton genauso wenig zurück wie „Strange Woman“ sich an irgendwelche Tempolimits hält. Straight nach vorn ist die Ansage, der „Dirty Water“ mit vergleichsweise ruhigen Klängen antwortet. Davon ist „Pins And Needles“ allerdings weit entfernt. Stattdessen gibt es knackigen Rock’Roll auf die Ohren, der sich auch beim finalen „Last Night“ wiederfindet.

Dass die drei Protagonisten ziemlich stark im Stoner Rock verwurzelt sind, ist unüberhörbar. Gleichzeitig gibt’s auf „Love Songs & Battle Hymn“ jedoch auch noch viele „erwachsene“ Rock-Einflüsse, die vermutlich schon lange darauf gewartet haben, ans Tageslicht zu kommen. Noch wichtiger ist, dass man sie hören kann, denn das lohnt sich allemal. Hat ja schließlich auch lange genug gedauert, bis MUFFALO endlich so weit waren. Aber gut Ding will bekanntlich Weile haben.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu MUFFALO