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MUMFORD & SONS - Wilder Mind

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Artist MUMFORD & SONS
Title Wilder Mind
Homepage MUMFORD & SONS
Label ISLAND
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Alles neu macht der Mai! Zumindest im Zusammenhang mit MUMFORD & SONS, die pünktlich zum Maifeiertag ihr drittes Album „Wilder Mind” in die Plattenläden gebracht haben. Für die zwölf neuen Songs wurden (zumindest vorübergehend) die akustischen Instrumente eingemottet und der Fokus vom Folk- auf den Indie-Rock gelegt. Vorerst also kein Banjo, keine Basstrommel und kein Kontrabass mehr, stattdessen elektrische Gitarren und ein komplettes Drumkit.

Gleich mit dem Opener „Tompkins Square Park“ beweist das 2007 in London gegründete Quartett, das es sich durchaus auch auf diese musikalische Spielart versteht. Mit viel Drive und Spielfreude eröffnen die Briten ihr jüngstes Baby, das drei Jahre nach dem erfolgreichen „Babel“ wahrlich neue Wege beschreitet. Das gilt auch für die erste Singleauskopplung „Believe“, die ein wenig leisere, keyboardverzierte Töne anschlägt, ehe die Sechssaiter zum großen Refrain anheben. Derweil gibt das straighte „The Wolf“ Gas und der eingängige Titeltrack „Wilder Mind“ rückt Marcus Mumfords brüchigen Gesang in den Mittelpunkt. „Just Smoke“ übernimmt mit Melodien, die eine Spur zu gefällig geraten sind, ehe das entschleunigte „Monster“ unprätentiös übernimmt. „Snake Eyes“ lässt sich auf dem Weg vom semi-akustischen Geklimper zum Stadion-Rocker Zeit, die jedoch sinnvoll genutzt wurde und die nötige Spannung mitbringt. Voller Melancholie schließt sich das reduzierte „Broad-Shouldered Beasts“ an und auch das minimalistische „Cold Arms“ geizt nicht mit Gefühlen, bevor „Ditmas“ abermals in die rhythmusbetonten Indie-Vollen geht. Große Emotionen stehen einmal mehr dank „Only Love“ auf dem Programm. Auch hier hat sich der Vierer für einen zurückhaltenden Start entschieden, der schließlich in eruptiven Gitarrenakkorden mündet. Beim finalen „Hot Gates“ wird das elektronische Tasteninstrument auf dunkle Piano-Tonfolgen getrimmt, im Live-Vortrag dürfen an dieser Stelle Feuerzeuge und Handys gereckt werden.

MUMFORD & SONS werden mit „Wilder Mind“ garantiert polarisieren. Die Folk-Anhängerschaft wird die Abwesenheit der Folk-Zutaten bemängelt und die Indie-Rocker werden den dritten Streich der Kapelle zu beliebig finden. Nun, das Rad haben Ted Dwane, Ben Lovett, Marcus Mumford und Winston Marshall zweifellos auch nicht neu erfunden. Möglicherweise haben sie sich hier und da auch zu sehr an gängigen Blaupausen entlang gehangelt. Dennoch macht es Spaß, dem Vierer zuzuhören und zweifellos darf man gespannt sein, wie die Herrschaften die neuen Lieder auf der Bühne – insbesondere im Zusammenspiel mit den alten Hits – präsentieren.

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