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MURDERER’S ROW - Menace to Sobriety

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Artist MURDERER’S ROW
Title Menace to Sobriety
Homepage MURDERER’S ROW
Label GSR
Leserbewertung
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Brennt noch Licht in der Garage? Wenn man es nicht besser wüsste, würde man hinter MURDERER’S ROW den alten Charles Bukowksi vermuten – doch erstens ist der tot und hört zweitens lieber Beethoven. Trotzdem scheinen die Geschichten ums Saufen und Prügeln direkt einem seiner Gedichtbände entsprungen zu sein.

„Menace to Sobriety“ – so hieß auch schon mal ein Album von UGLY KID JOE, doch mit deren Pubertätspickelrock hat diese Band herzlich wenig gemeinsam. Riley, Sänger und verantwortlich für sämtliche Texte, bringt das Motto in zwei Songs unmittelbar auf den Punkt. Der erste heißt „Live by the drink, die by the drink“ und der zweite „We trudge along“, einerseits das reuelose Eingeständnis, sich als Ire den Versuchungen des Alkohols nicht entziehen und Las Vegas wohl nicht lebend entfliehen zu können, andererseits der bedingungslose Treueschwur auf die Freundschaft zwischen Kumpeln. Es gibt ja zwei Sorten Trinker – die einen werden mit zunehmendem Pegel aggressiver, die anderen sanftmütiger und es ist sympathisch, dass Riley zu letzteren gehört. Um so länger das Album dauert, je mehr die Songs an Dringlichkeit vermissen lassen, doch um so liebenswerter werden die Statements. Aus „Fightin ‚n’ Boozin“ wird irgendwann „We just wanna have some fun/Don’t want to hurt no one“, die Stimmung nicht mehr aufgeheizt, sondern versöhnlich und warm. Wenn dann die letzten Töne verklungen sind, bleibt auf der Rückseite des Booklets die Widmung an den kürzlich verstorbenen Freund Stephen Caruso und zu diesem Zeitpunkt wirkt die schonungslose Offenheit der traurigen Worte schon nicht mehr befremdend, sondern berührend.

Sie haben es selbst gesagt, sie machen weiter, bis es nicht mehr weiter geht. So lange diese Jungs noch ein Instrument halten können brennt immer Licht in der Garage.

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