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MUSE - Drones

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Artist MUSE
Title Drones
Homepage MUSE
Label WARNER
Leserbewertung
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4.7/10 (3 Bewertungen)

“Drones” ist das siebte Studio-Album der britischen Dauerbrenner MUSE. Seit 21 Jahren machen Matthew Bellamy (Gesang, Gitarre, Klavier und Synthesizers), Christopher Wolstenholme (E-Bass und Gesang) und Dominic Howard (Schlagzeug und Perkussion) bereits gemeinsame Sache. Die Band verbindet stilistisch Alternative-, Hard- und Progressive Rock sowie Electronica mit Elementen klassischer Musik und wird dem Subgenre New Prog zugeordnet. Für den aktuellen Silberling wenden sich die Insulaner wieder verstärkt den Rock-Basics zu und verzichten bei ihren hörenswerten Endzeit-Visionen weitgehend auf orchestrale und elektronische Elemente.

Den Anfang macht die Single „Dead Inside“, die mit viel Druck und schönen Melodien ins Ohr geht, ehe der „[Drill Sergeant]“ stramm stehen lässt und die erste Auskopplung „Psycho“ mit knackigen MUSE-Riffs zum Tanzen einlädt. Düstere Geschichten von jungen Soldaten, die zu Killern ausgebildet werden, müssen offensichtlich nicht immer unheilschwanger daherkommen. Das beweist auch das blumige „Mercy“, während das temporeiche „Reapers“ mit fetten Gitarren-Akkorden und krachenden Rhythmen gefällt. Einen dunklen Moment hat die Platte allerdings auch: „The Handler“ berichtet davon, wie der Anti-Held alles verliert und sich schließlich zu wehren beginnt. Unterstrichen wird das mit „[Jfk]“ und einem kurzen Ausschnitt aus einer Rede Kennedys, die dieser 1961 kurz nach der Schweinebucht gehalten hat. Es folgt „Defector“ mit einem hymnischen Refrain, der an QUEEN denken lässt und auch „Revolt“ hat gewisse QUEEN-Anteile und passt auf jeden Fall in jedes Stadion. Derweil zeigt „Aftermath“ seine ruhige, bluesige Seite und auch „The Globalist“ bleibt getragen. Dabei bringt der Song ein wenig Western-Showdown-Flair mit, was hervorragend zum finalen Titeltrack „Drones“ passt, bei dem MUSE sich ein paar Inspirationen bei ENNIO MORRICONE geholt haben könnten.

„Drones“ ist das erste Konzeptalbum von MUSE und mit der Story um Staatsterror, Überwachung und Tötungsmaschinen haben sich die drei Herren wahrlich keiner leichten Kost verschrieben. Gleichwohl wird die Geschichte des jungen Soldaten, der schließlich gegen seinen Führungsoffizier rebelliert, kurzweilig und abwechslungsreich präsentiert. Das sperrige Thema wird in großartige Musik gekleidet, die im heimischen Wohnzimmer ebenso gut klingt wie im riesigen Stadion, wo MUSE schon lange zu Hause sind.

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