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MUSE - The 2nd Law

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Artist MUSE
Title The 2nd Law
Homepage MUSE
Label WARNER
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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3.3/10 (25 Bewertungen)

15 Millionen verkaufte Longplayer, fünf MTV Europe Awards, zwei BRIT Awards, acht NME Awards, vier Kerrang Awards, Gewinner des Grammy 2011 für das beste Rockalbum „The Restistance“ und ausverkaufte Arenen und Stadien rund um den Globus. Nein, man kann nun wirklich nicht behaupten, dass MUSE kleine Brötchen backen. Auch was ihren Sound angeht, waren die Briten immer schon bekannt für Pomp und Pathos, ein Umstand, der auch auf der sechsten Studio-Langrille „The 2nd Law“ erhalten bleibt, auch wenn Matt Bellamy (Gesang, Gitarre, Keys, Klavier), Chris Wolstenholme (Bass) und Drummer Dom Howard noch ein wenig tiefer in die musikalische Trickkiste gegriffen haben.

Zunächst beginnt mit dem Opener „Supremacy“ jedoch alles so, wie man es von MUSE erwartet: mit dem bereits genannten Pathos, jeder Menge Gitarren und einer gute Portion Rock-Oper. Und nicht zu vergessen dem Falsett-Gesang von Mastermind Bellamy, ohne den MUSE zweifellos nicht MUSE wären. Eher untypisch sind hingegen die Dubstep-Klänge der ersten offiziellen Singleauskopplung „Madness“, die zwar im ersten Moment ungewohnt (und ein wenig nach einem Konglomerat aus QUEEN und PRINCE) klingen, jedoch auch ohne den üblichen Bombast durchaus zu gefallen wissen. Selbigen gibt’s bei der Olympia-Hymne „Survival“ schließlich auch zur Genüge – inklusive großer Chöre und Fanfaren. Mehr geht kaum und vielleicht hält sich das Trio deshalb auch bei Songs wie „Panic Station“, Follow Me“ oder „Animals“ eine Spur zurück. Hier treten die opulenten MUSE-Gesten ein bisschen in den Hintergrund, ehe es mit „Explorers“ ruhige Klavierakkorde auf die Ohren gibt. Dabei hätte der Dreier an dieser Stelle tatsächlich mal ein bisschen mehr ranklotzen können. So ist der Song zwar durchaus nett, aber auch relativ beliebig ausgefallen. Derweil schielt „Big Freeze“ nach den Achtzigern und hat ganz klar die Mucke von U2 zum Vorbild, bevor Kollege Wolstenholme sein Können als Songwriter und Sänger mit dem epischen „Save Me“ und dem druckvollen „Liquid State“ unter Beweis stellen darf. Bleiben noch die orchestralen Titeltracks, die zweigeteilt auf den Namen „Unsustainable“ und „Isolated System“ hören. Das Ganze versprüht einen Hauch Filmmusik-Flair und spielt zudem noch einmal gekonnt die Dubstep-Karte.

Der ganz, ganz große Wurf ist auf „The 2nd Law“ nicht zu verorten. MUSE sind keine erneuten Kracher wie ihre Meilensteine „New Born“ oder „Stockholm Syndrome“ gelungen. Gleichzeitig werden sich die Fans vermutlich auch mit dem einen oder anderen Track etwas schwer tun. Fakt ist, dass die Songs ihre Zeit brauchen, um zu wirken. Die Stärken der Platte sind insbesondere am Anfang und am Ende zu hören. Dazwischen finden sich hier und da Anleihen bei anderen Bands, die MUSE eigentlich nicht nötig haben sollten und dem an sich einzigartigen Sound aus Alternative, Hard- und Prog-Rock sowie Elektronik und Klassik auch nur bedingt zuträglich sind.

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