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MUSEUM OF LOVE - s/t

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Artist MUSEUM OF LOVE
Title s/t
Homepage MUSEUM OF LOVE
Label PIAS
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Mit ihrem Debütalbum beweist das New Yorker Duo MUSEUM OF LOVE, bestehend aus Dennis McNany und dem LCD SOUNDSYSTEM-Gründungsmitglied Pat Mahoney, dass die hohen Erwartungen an ihr Erstlingswerk nicht ungerechtfertigt waren. Mit atmosphärisch-dichten Sounds, die mal verspielt, mal düster, aber nie langweilig klingen, liefern sie ein spannendes Album mit hohem Wiederhör-Potential ab.

Gleich nach dem kurzen Instrumental-Intro „Horizontalator“ folgt „Down South“, ein wunderbar eingängiger Song mit starken Trip-Hop-Anleihen, der die Latte für das Album gleich hoch ansetzt und zu Recht als Debütsingle gewählt wurde. Der nachfolgende Track „In Infancy“ könnte nicht unterschiedlicher sein, ist aber ebenfalls eine echte Elektro-Perle mit housigem Beat, zuckersüßen Disco-Elementen und Gesangsharmonien, die an HUMAN LEAGUE zu ihren besten Zeiten erinnern. Danach folgt das fragil wirkende „Fathers“, ein Ruhepol vor dem großartigen Club-Song „The Who’s Who Of Who Cares“, der durch seine trippigen Beats besticht. Auch „Learned Helplessness in Rats (Disco Drummer)“ überzeugt mit einem tollem Gesangspart, während das darauf folgende „Monotronic“ zwar ein guter Song ist, den ich allerdings nicht unbedingt als Single gewählt hätte – da gibt es durchaus bessere Machwerke von MUSEUM OF LOVE. Zum Beispiel den vorletzten Track des Albums: „The Large Glass“ ist mit seinen experimentellen Sounds, dem schnellem Beat und den vielen kleinen Melodien, die gegeneinander arbeiten, eines der ganz großen Highlights des Debütalbums der New Yorker. Da freut man sich, dass MUSEUM OF LOVE als Schlusstrack das entspannte „And All The Winners“ gewählt haben, denn die Verschnaufpause ist nach dem Vorgänger wirklich angesagt.

In Kürze: Das Album „Museum Of Love“ der gleichnamigen Band ist im Bereich elektronische Musik eine der interessantesten Neuerscheinungen des Jahres. Es ist vielseitig, melodisch, oft tanzbar und zeigt einen Mut zur Kreativität, den andere Debüts sonst oft vermissen lassen.

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