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MY BABY WANTS TO EAT YOUR PUSSY - Ignorance & Vision

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Artist MY BABY WANTS TO EAT YOUR PUSSY
Title Ignorance & Vision
Homepage MY BABY WANTS TO EAT YOUR PUSSY
Label ASS HAMMER RECORDS
Leserbewertung
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8.0/10 (5 Bewertungen)

MY BABY WANTS TO EAT YOUR PUSSY – bei diesem Album, welches auf dem Bandeigenen Label AssHammer Records erscheint, kann man ja bereits das schlimmste befürchten. Blättert man im Booklet, stellt sich heraus, daß die sechs jungen Menschen wohl die einzigen Gäste in einer von Marc Bolan und David Bowie irgendwann in den 70ern gegründeten Art-Disco sind. Da kommt auch der Name des Frontmanns, Ziggy Has Ardeur, nicht von ungefähr. Ja, es ist alles so SCISSOR SISTERS-like hier – nur das Motto „I don’t feel like dancing“ greift hier mal so gar nicht. Denn MBWTEYP präsentieren sich außerordentlich tanzbar, abwechslungsreich und ganz ihrem Glamour verpflichtet auch gerne mal ordentlich rockend.

Doch vornehmlich ist man auf Pop ausgelegt, den mit den ganz großen Melodien, süßfließenden Honigharmonien und Refrains, welche dir selbst im Winter noch den Sommer vorgaukeln. Das kann tanzbar klappen wie mit „Boys & Girls“, so exzentrisch drastisch verlaufen wie bei „Sahra“ oder auch ganz einfach gelingen (siehe „Bubblebath“). Mal fühlt man sich ganz Disco, kurz darauf sorgen elektronisch verstärkte Gitarren für geföhnte Frisuren. Mal gibt’s chansonesken Pop, der ins Chaos gleitet („Boy“) oder Barpiano-Begleitung für den Absacker am Abend, welcher mit schwerem Kopf erwachen lässt („Freezing Scene“). Textlich ähnlich vielseitig wissen die Bandmember sowohl mit ihrer Optik zu kokettieren, der Prüderie zu entsagen, an der Liebe zu verzagen, um letztendlich die ganze Evolution in Frage zu stellen („Biology is a Fairytale“) . Letztendlich lässt „Ignorance & Vision“ zwar Tiefgang vermissen, aber wozu braucht man solchen, wenn man sich vorzüglich amüsieren kann. Das wissen auch MY BABY WANTS TO EAT YOUR PUSSY, deren musikalische Mischung aus THE KILLERS, SCISSOR SISTERS und T.REX kommt an, ähnlich gut das von Götz Gramlich gestaltete Artwork.

Den provozierenden Titel hätte es gar nicht gebraucht, auch so wird die Band ihre wohlverdiente Aufmerksamkeit bekommen, dessen bin ich mir sicher. Es mag zwar nicht schaden, aber die Truppe ist doch deutlich „braver“, als es Albumtitel & Coverfotos vermuten lassen…

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