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MY DARKEST SIDE - Death Begins

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Artist MY DARKEST SIDE
Title Death Begins
Homepage MY DARKEST SIDE
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Pizza und Spaghetti scheinen nahrhafte Grundlagen für härtere Gitarrenmusik zu sein, anders kann ich mir den Umstand, dass mit MY DARKEST SIDE aus Rom nun eine weitere Gruppierung vom Stiefel mir aufgrund ihrer Musik positiv auffällt, nicht erklären. Ja, ich weiß, diese Einleitung habe ich so schon einmal benutzt (GODDASS – „My Beautiful Sin“). Doch genau wie ich mich hier wiederhole, gleicht sich auch eine bestimmte Tatsache bei den mir unterkommenden italienischen Kapellen immer wieder: allesamt wissen sie musikalisch zu überzeugen, doch stets fehlt ihnen doch das Quäntchen mehr, das sie aus den Schatten ins Lampenlicht rücken könnte. Vergleiche zu den großen Namen im jeweiligen Genre drängen, nein zwingen sich da meist schon auf; doch selber zu einem solchen zu werden – da scheitert es dann doch in den allermeisten Fällen. So wohl auch im Falle der 4 Track Demo „Death Begins“.

Mit dem Tod beginnt dann „My Sixth Sense“ auch direkt, stürmischer Deathmetal weht einem heiß und trocken entgegen, als wolle er einem das Fleisch aus dem Gesicht reißen. Knallendes Drumming und knurrige Vocals reiten auf peitschendem Riffing herum, tolle Leads sorgen dabei für eine nette Melodie in einem sonst sehr treibenden Opener. Das, was einem dabei an THE BLACK DAHLIA MURDER-Parts von den Italienern vorgeworfen wird, runden sie dann auch noch gekonnt mit LAMB OF GODschem Groove ab. So fetzt man dann auch gleich bei „Spawning Blood“ weiter: ein Wahnsinns-Brett, das einem da den Nacken brechen will. Brutaler Drive, Elchtöter-Attitüde und der nie endende Kampf zwischen fiesen Shouts und bösen Growls – wenn hier etwas den Boden rot färbt, ist das sicher Blut und kein italienischer Rotwein! Doch es soll ja auch nicht am Gaumen munden, im Ohr soll’s scheppern! Und das schaffen auch die beiden übrigen Kompositionen „Altar of star’s light“ und „Terror of Reality“: Catchy Hooklines fein dosiert, so dass man nie seinen „bösen“ Charm verliert, gepaart mit der für eine in Eigenregie aufgenommene Scheibe wirklich beachtlichen Qualität, schicken das Haupthaar bereitwillig und ohne Umwege auf die Kirmes.

Das Fazit habe ich zu Anfang ja schon quasi vorweg genommen – und eine Wiederholung soll an dieser Stelle auch wirklich reichen. Für Freunde von melodischem Death Metal der „mittelalten“ Schule sind es MY DAREST SIDE sicher wert, wieder mal nach ein bisschen Kleingeld in der Tarnhose zu suchen. Doch mit „Death Begins“ hat der Tod wohl genau so wenig seinen Anfang gefunden, wie er damit sein Ende nimmt. Ist ja auch irgendwie beruhigend…

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