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MY LIFE WITH THE THRILL KILL KULT - Sinister Whisperz – Volume One: The Wax Trax Years (1987 – 1991)

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Artist MY LIFE WITH THE THRILL KILL KULT
Title Sinister Whisperz – Volume One: The Wax Trax Years (1987 – 1991)
Homepage MY LIFE WITH THE THRILL KILL KULT
Label RUSTBLADE
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Was haben KMFDM, FRONTLINE ASSEMBLY, MINISTRY, LAIBACH, FRONT 242 und zahlreiche weiter Top Acts des EBM und artverwandter elektronischer Musik gemeinsam? Sie alle begannen oder veröffentlichten auf dem Kultlabel Wax Trax! Records. Das gute Gehör für vielversprechende Bands rächte sich in der Mitte der 90er Jahre: viele Acts wechselten zu Major-Labeln und so endete die Wax Trax!-Story.

MY LIFE WITH THE THRILL KILL KULT oder kurz TKK, ich muss zugeben, ich habe von dieser Band noch nie etwas gehört, begannen ihre Karriere ebenfalls 1987 bei Wax Trax!. Nach zahlreichen Veröffentlichungen, einer Schaffenspause und einem neuen Album im vergangenen Jahr, scheint es nun an der Reihe, „die gute alte Zeit“ wieder aufleben zu lassen und mit „Sinister Whisperz – Volume One: The ’Wax Trax’ Years (1987 – 1991)“, so der vollständige Albumtitel, den ersten Teil einer Best-of-Serie zu veröffentlichen. Also schaun… ähm… hören wir mal, ob das stimmt. Schon bei den ersten Tönen fühle ich mich zwei Jahrzehnte in der Zeit zurückversetzt. Allerdings erinnert mich der Sound weniger an oben genannte Bands, sondern mehr an die ebenfalls zu Beginn der 90er erschienenen Sampler-Reihe Techno Trax, eine der ersten Techno-Compilations überhaupt, wo noch stark der Einfluss von EBM und ähnlichen Stilen erkennbar war. Auf „Sinister Whisperz“ finden sich durchweg tanzbare Nummern, musikalisch eine Mischung aus Old-School-EBM, Elektro und Techno. Die Beats sind selbst für die heutige Ohren noch angenehm zu hören. Was allerdings nervt, sind die zahlreichen Samples, Loops und „Gesangs-“Einlagen der Musiker. Für 2010 eindeutig zu viel. Attribute wie Glam und Psychedelic könnte man der TKK auch noch problemlos anheften. Produzent Buzz McCoy hat zwar alle Songs neu gemixt, aber der alte Sound bleibt dennoch in jeder Sekunde unüberhörbar. Zudem findet sich mit „Satana Rising“ noch ein bisher unveröffentlichter Song auf der Platte. Der einzig wirklich gelungene, wenn auch sehr ruhige EBM-Titel ist meiner Meinung nach „These Remains“.

Neben der normalen Edition gibt es noch eine auf 499 Exemplare limitierte Box mit der Zusatz-CD „Live in San Antonio 6/10/90“ mit Inserts und eine Kleinstauflage von 69 Exemplaren, die noch eine Mini-CD mit zwei Remixen von „Satana Rising“ enthält. Keine Musik, die schnell zugänglich ist, aber dennoch sicherlich (auch noch heute) ihre Berechtigung hat. Schwer zu sagen, wem das gefallen könnte, der interessierte Hörer sollte auf jeden Fall mal reinhören.

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