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MY OWN GHOST - Love Kills

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Artist MY OWN GHOST
Title Love Kills
Label SECRET ENTERTAINMENT
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Wie eine Deutsch-Luxemburger Kapelle ausgerechnet an eine finnische Plattenfirma gerät, lassen wir an dieser Stelle mal unbeantwortet und widmen uns lieber direkt dem Debüt von MY OWN GHOST, das bereits im vergangenen Herbst in die Plattenläden gekommen ist, sich jedoch erst jetzt in meinem CD-Player dreht. „Love Kills“ heißt der Erstling von Frontfrau Julie Rodesch und ihren vier Mannen an den Instrumenten und serviert wird Mucke im EVANESCENCE- und WHITIN-TEMPTATION-Stil.

Will sagen: Frau Rodesch schraubt gern mal ihre Stimme in symphonische Höhen, während es die Instrumentalfraktion ordentlich krachen lässt. „Dynamic pop rock“ nennt der Fünfer den eigenen Style und zweifellos agieren MY OWN GHOST mit viel handwerklichem Geschick und Herzblut. Hochenergetisch startet der Silberling dann auch via „Crimson Ground“ und auch „Lost“ und „Waiting In The Wings“ lassen sich nicht lumpen. Die erste Single „Crystal Ball“ lädt ebenso wie das sich anschließende „Bad Love“ zum Tanzen ein, während „Beautiful Mistake“ und „Broken Mirror“ elektronische Beats offerieren und „Silence“ ein Piano in den Mittelpunkt rückt. Im „Free Fall“ wird gefühlvoll gerockt – ganz so wie es die Skandinavier bestens verstehen – womöglich ist deshalb auch die Zusammenarbeit mit einem Label in Finnland zustande gekommen. Zumindest passen auch die emotionsgeladenen Streicher auf dem poppigen „Pathways“ in diese Schublade, wie die 13 Songs überhaupt sämtliche Genre-Versatzstücke zum Einsatz bringen. „Born In Fire“ wendet sich in diesem Sinne erneut vornehmlich an die Gitarren-Liebhaber, bevor „Mute“ abermals des Düsterrockers Herz erwärmt. Am Ende wird’s mit „Intoxicated“ sogar noch einmal metallisch-rasant, hier darf dann gern ausgelassen das Haupthaar geschüttelt werden.

Okay, der glockenhelle Gesang ist zweifellos Geschmackssache und sonderlich innovativ sind MY OWN GHOST mit „Love Kills“ natürlich auch nicht, aber wem diese Art von Musik gefällt, darf sich immerhin über solide Hausmannskost und neue Gesichter freuen.

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