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MY RUIN - The Horror of Beauty

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Artist MY RUIN
Title The Horror of Beauty
Homepage MY RUIN
Label CENTURY MEDIA
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Die metallische Alice Schwarzer Tairrie B ist zurück mit neuer Mannschaft und nie versiegendem Selbstvertrauen. Schon unter den Namen MANHOLE und TURA SATANA (Anspielung auf eine Russ Meyer-Schauspielerin) wütete sie sich durch die Männerdomäne „Metal“ und das mit nicht geringem Erfolg. Allerdings gilt die Dame als schwierig und sie legt sich auch gerne mit allen möglichen Individuen an, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlt. Z.B. gab es noch vor nicht allzu langer Zeit Ärger wegen einer nicht autorisierten Best of („Blasphemous Girl“ auf Snapper Music).

Das erste neue Lebenszeichen der Band, die mittlerweile aus drei appetitlichen Damen und dem Gitarristen/ Hauptsongwriter Mick Murphy besteht, war die EP „The Shape of Things to Come“. Dort enthalten waren die Single „Made to Measure“ sowie ein 13 minütiger von Tairrie selbst abgelichteter Film. Dieser befindet sich auch auf der Full Length, zumindest bei meiner Promo ist das so. Der Streifen hat keine richtige Spielhandlung, es handelt sich eher um einen Blick hinter die Kulissen von MY RUIN. Die Bandmember stellen sich vor, es gibt ein paar Live-Szenen und netten Schabernack der Grazien. Zurück zur Musik: Das Album wurde zunächst eigenproduziert, woraufhin dann Century Media schnellstens zuschlug. Das war sicher kein Fehler, denn auch wenn man MY RUIN keine besonders innovative Ader unterstellen kann, so doch eine sehr energetische! Dreh und Angelpunkt sind natürlich die herausgeschrieenen Vocals der Frontfrau, die ihren ganzen Hass auf sexistische Männer und die amerikanische Gesellschaft herauspresst. Dazu gibt sich die Instrumentalfraktion variabel, irgendwo zwischen Rock und Nu Metal kann man sicher das harte Gitarrengeschrubbe einordnen. Meistens wird in leicht gehobener Tempoklasse agiert, aber man drückt auch schon mal das Gaspedal richtig durch („Nazimova“) oder übt sich in verschlepptem Gepolter („Burn the Witch“). Der Gitarrenunterbau in Track 11 – „Bravenet“ – wiederum erinnert doch stark an SOUNDGARDENs „Jesus Christ Pose“.

In Sachen Energie macht den Amis so schnell keiner was vor, auch live geht bei den erweiterten Girlies die Post ab. Wer es filigran und überproduziert mag, wird hier sicher nicht auf seine Kosten kommen. Aber Anhänger von „In your Face-Attitüde“ und neumodischen Nu Metal Schüben werden ordentlich bedient. Außerdem mag ich „Bad Girls“, denn eigentlich wollen auch die nur schmusen…

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