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MYSTIGMA - Unzerbrechlich

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Artist MYSTIGMA
Title Unzerbrechlich
Homepage MYSTIGMA
Label ECHOZONE
Leserbewertung
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7.2/10 (23 Bewertungen)

Die Münsterländer Dunkelmänner MYSTIGMA, einigen evtl. noch als TEARS OF MYSTIGMA bekannt, werfen dieser Tage ihr neues Album „Unzerbrechlich“ auf den Markt und knüpfen damit, soviel sei an dieser Stelle schon einmal zusammenfassend erwähnt, relativ nahtlos an den gelungenen Vorgänger „Andagony“ an.

Vieles, was ich bereits Ende des Jahres 2010 über besagtes „Andagony“ an dieser Stelle geschrieben habe, gilt auch heute uneingeschränkt für „Unzerbrechlich“. In mittlerweile 18 Jahren Bandgeschichte hat sich der Vierer (zurecht) einen guten Ruf in der Szene erarbeitet und sich in diesem Zuge zwar keine völlig eigene Nische gezimmert, aber sich in der vorhandenen doch sehr häuslich eingerichtet, wie es scheint. Die Mischung aus rockigen, dezent metallischen und Pathos-getränkten gotischen Einflüssen stimmt nach wie vor und auch der Sound ist wieder angenehm knackig. Das Grundgerüst von MYSTIGMA ist anno 2013 jedoch mehr denn je der Rock. Das verleiht „Unzerbrechlich“ einen deutlich organischen Touch und ruft Erinnerungen an ENTWINE oder die grandiosen MARBLE ARCH wach, wobei der emotionale Tiefgang und die Gänsehaut-verdächtige Fragilität der Letztgenannten zu keinem Zeitpunkt erreicht wird, auch wenn das äußerst eingängige „Dancing With Witches (Wintersun)“ verdammt nah heran kommt. Generell hat man den Eindruck, dass die in englischer Sprache vorgetragenen Stücke etwas knackiger und kompakter daher kommen als die deutschen Lieder. Die Ausnahme macht da die erste Vorab-Single „Tiefes Rot“, das mit einer tollen CLAN OF XYMOX-Melodie zu gefallen weiß. Ansonsten seien noch das metallische und teilweise schnelle, und dabei noch mehr als der Rest des Albums an SECRET DISCOVERY erinnernde „Pretending Cross“, der gelungene Titelsong und die Cover-Version des BILLY IDOL-Gassenhauers „Rebel Yell“ hervorgehoben. Letztere ist zwar durchaus leidlich gelungen, darf aber wohl dennoch als überflüssig eingestuft werden, auch wenn es sich als Schlusspunkt des Albums relativ nahtlos in die MYSTIGMA-Welt einfügt.

Mir persönlich hat „Andagony“ ein Stück weit besser gefallen als „Unzerbrechlich“, was aber mindestens zum Teil auf meine momentan eher in nebulösen Post-Doom-Metal-Zirkeln anzusiedelnden Vorlieben zurück zu führen sein mag. Schlecht ist das Scheibchen keineswegs, wenn auch sicherlich keine Offenbarung. Bekennende Goth-Fans dürfen gern ein oder auch zwei Ohren riskieren, Neulingen würde ich evtl. eher den Vorgänger empfehlen.

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