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NACHTMYSTIUM - Silencing Machine

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Artist NACHTMYSTIUM
Title Silencing Machine
Homepage NACHTMYSTIUM
Label CENTURY MEDIA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.3/10 (3 Bewertungen)

Was auch immer das ganze Brimborium um die Amis NACHTMYSTIUM soll, sie waren und werden nie die Neuerfindung des SCHWARZ-Brots sein und hieven den (neuzeitlichen) Black Metal schon gar nicht auf ein neues Level. Sicherlich sind sie alles andere als eine 08/15-Kapelle und gerade die Elemente über den Black Metal-Tellerand hinaus sind das Salz in der Suppe. Die pure norwegische Früh-90er-Rohheit vermengt mit der Avantgarde-Note französischer Kollegen, das ergibt grob gesagt den Sound der Amis um Blake Judd. Zwar tauchen PINK FLOYD nicht nur in den Titeln der letzten beiden Black Meddle-Alben auf und waren sicherlich ein Einfluss für Blake beim Songwriting, aber zum Glück besinnt er sich beim neuen Werk „Silencing Machine“ wieder auf die roheren Frühtage der Band.

Sprich gleich das schnelle „Dawn over the Ruins of Jerusalem“ erinnert frappierend an die frühen 90er, als die Nordlandklassiker im Monatstakt erschienen. Das setzt der wirklich gute Titeltrack famos fort, die Melodien sind groß und der Song fluppt auch dank des eher rockenrollenden Mittelteils. Das ist aber nix, was man nicht schon vor 20 Jahren von den großen Meistern gehört hätte. Der Sound scheppert passend, die Vocals sind sick und die Songs sind gut, mehr nicht…da sollte man die Kirche(sic!) mal im Dorfe lassen! Das schleppend rollende „And I Control You“ und das achteinhalb Minuten lange Schleich/ Midtempo-Atmo-Epos „The Lepers of Destruction“ brechen aus dem vorigen Kontext erst mal gänzlich aus, überzeugen aber auch auf ganzer Linie. „Borrowed Hope and Broken Dreams“ lässt dann gar eindeutige Gothic-Einflüsse (KILLING JOIKE)erkennen, während das stumpf vor sich hinrödelnde „Decimation Annihilation“ wie frühe VENOM meets MINISTRY klingt. Und genau das ist das etwas Besondere an NACHTMYSTIUM: sie lassen sich nicht auf eine reine Black Metal-Richtung auslegen, sind alles andere als puristisch(auch auf diesem eher oldschooligeren Album), aber dennoch jederzeit garstig genug, um die Hardliner hinter sich zu vereinen. Das gelingt von den neueren Black Metal-Combos derzeit vielleicht noch WATAIN, auch wenn die in einer eigenen Liga deibeln.

Die 10 Songs von „Silencing Machine“ bringen es auf eine Stunde Spielzeit, was doch die eine oder andere Länge mit sich bringt und einfach zu viel ist. So plätschersirrt der Schlußsong „These Rooms in which We Weep“ über 7 Minuten schleichend vor sich hin, ohne das irgendwas passiert. Das mag ja alles ganz toll finster-böse sein, langweilt aber auch recht fix.Das Album enthält dennoch genug starke Momente und gefällt wesentlich besser als die überambitionierten Vorgänger, rechtfertigt aber keine Erhebung auf den Olymp.

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