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NADIA SOHAEI - Talking to Myself

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Artist NADIA SOHAEI
Title Talking to Myself
Homepage NADIA SOHAEI
Label DECADANCE RECORDS
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

In der Jugend hört man eher moderne Musik, ob nun elektronischer oder rockiger Natur. Mit dem Alter kommt dann häufig die Vorliebe für klassische Töne. Manchmal kommt es auch anders herum. So wie bei NADIA SOHAEI, was jetzt nicht heißen soll, dass die Dame schon alt sei. Angefangen in der Klassik als ausgebildete Pianistin und Mezzosopran-Sängerin, wechselte sie Anfang der 90er Jahre auf die elektronische Seite und machte mit dem Synthesizer Musik, unter anderem für Soundtracks. 1994 lernte SOHAEI Pascal Languirand von TRANS-X kennen und spielte für ihn Live-Keyboards für die neuen Remixe von „Living on Video“. Nebenbei arbeite sie unter dem Pseudonym THAI ESSENCE an einer eigenen Karriere, die zwei Veröffentlichungen hervorbrachte, über die sich allerdings nicht viel in Erfahrung bringen ließ. 2006 war es dann Zeit, unter eigenem Namen tätig zu werden und 2008 erscheint schließlich ihr erstes Album „Talking to myself“.

Die lange Zeit hat sich gelohnt. Das Debüt ist eine gelungene Mischung aus Synthie-Pop, Techno und 80ies-Wave-Sound. Dabei kombiniert sie geschickt moderne digitale Elemente mit dem nostalgischen Sound der analogen 80er. Lobend erwähnen muss man auch, dass NADIA SOHAEI nicht auf Teufel heraus versucht, ihre klassischen Wurzeln in den Liedern unterzubringen. Die tauchen zwar auf, aber treten nicht zu sehr in den Vordergrund, hier und da ein Paar Pianoeinlagen runden die Musik geschickt ab. Und an ihrer Stimme erkennt man natürlich das Talent, aber auch hier nicht mit überzogenen Oktavenspielchen, aber trotzdem abwechslungsreich und mit einem melancholischen Beigeschmack.

Einziger Wermutstropfen ist vielleicht, dass sich einzelne Songstrukturen über das Album hinweg wiederholen und so bei Dauerbeschallung einen etwas monotonen Beigeschmack ergeben. Allerdings ist die Musik ja auch eher zum Nebenbeihören gedacht. Tanzflächenknüller sucht man auf „Talking to Myself” vergebens, dafür sind die Stücke zu ruhig gehalten. Aber für alle anderen Gelegenheiten liefert NADIA SOHAEI hier ein wirklich schönes Erstlingswerk ab, was Lust auf mehr macht. Wir dürfen sicherlich gespannt sein, wie es musikalisch weitergeht.

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