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NAGLFAR - Sheol

VN:F [1.9.22_1171]
Artist NAGLFAR
Title Sheol
Homepage NAGLFAR
Label New Hawen Records
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.3/10 (8 Bewertungen)

Willkommen in der Hölle, denn übersetzt aus dem Hebräischen bezeichnet der Albumtitel „Sheol“ nichts anderes als eben genau diesen Ort der ewigen Verdammnis. Zwar nicht in der Verdammnis, dafür aber etwas in der Versenkung verschwunden waren auch NAGLFAR, erschien doch deren zweite Scheibe „Diabolical“ bereits 1998, bevor man erst im letzten Jahr mit einem kleinen Appetitanreger in Form der „Ex Inferis“-MCD und nun endlich der 3. Full-Length-CD zurückkehrte.

Daher freut es mich sagen zu können, dass die Jungs die lange Zeit genutzt haben, um eine in allen Details ausgereifte, gewaltige und pechschwarze Black Metal-Platte an den Start zu bringen, und dies obwohl „Diabolical“ und gerade das Debut „Vittra“ alles andere als schlechte Alben waren. Ein Nackenbrecher jagt den nächsten, und was NAGLFAR so auszeichnet sind die neben aller Aggression nicht vernachlässigten, teils vordergründigen und teils auch erst unterschwellig wirkenden Melodien. Viel Raserei, aber auch schwere Mid-Tempo-Passagen, traditionelle Einflüsse und abwechslungsreiche Rhythmusstrukturen gehören zum musikalischen Gesamtbild. Gerade die vorderen Stücke weisen zwar hinsichtlich des Riffings ein ums andere Mal Dissection-Anleihen auf, was jedoch dem intensiven und ausdrucksstarken Sound nicht abträglich ist. Gelegentliche Einsprengsel wie z.B. Piano-Klänge verstärken die düstere und diabolische Atmosphäre noch.

Handwerklich ebenfalls über alle Zweifel erhaben, und dazu noch in eine amtliche Produktion gekleidet, katapultieren sich NAGLFAR endgültig in die Spitze der (melodischen) Black Metal-Bewegung. Wer noch zweifelt sollte sich schnellstens den gnadenlosen Opener „I am vengeance“ auf der bandeigenen Homepage runterladen.

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