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NANOVOICE - I sell Sex

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Artist NANOVOICE
Title I sell Sex
Label SONIC REVOLUTION
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Das NANOVOICE-Album „I sell Sex“ beginnt dunkel-elektronisch und düster mit einem „Intro“, inkl. Industrial-Einschlag á la zahme ALIEN VAMPIRES, täuscht dabei allerdings leider nur eine Düsternis an, die sich auf den kommenden, quälend-langen 13 Tracks nicht wiederfindet. Gleich im 2. Stück namens „3 Seconds“ geht es mit nichtssagenden Texten und schlecht gerappten Rhymes weiter. Es handelt sich hier um eine Symbiose aus schlechtem Pseudo-Hiphop mit deutschen Texten, deren Worte rausgepresst werden und nicht wirklich artikuliert werden können, und einem süß-poppigen Pseudo-Dunkel-Klang à la LA FEE – grausige Mischung! Gelinde gesagt eine musikalische Zumutung in meinen Ohren…

„Stop“ und „Flying High“ starten minimalistisch, werden aber schnell zu verkappten Pseudo-Eurodance-Nummern der allerschlechtesten Sorte. Eine durchschnittliche weibliche Stimme wechselt sich mit anstrengendem Gerappe ab, garniert mit ein wenig Trance, ein wenig Eurodance, ein wenig Synthiepop und schlechten Texten. Das Ganze ist nicht schön anzuhören und musikalisch und künstlerisch eine ziemliche Irrfahrt. „Treibsand“ und das Titelstück kommen verfrickelt, gewollt-bemüht aggressiv und musikalisch irrlichternd daher, garniert mit Sprachsamples aus Pornofilmen von stöhnenden Damen des Gewerbes. Passend dazu ist das pubertäre Artwork gestaltet, bestehend aus einem pinken Penis in Aktion komplett mit Piercing, Spermien und Fotos von dunkel geschminkten Hiphop-Proleten, die die Worte rauswürgen, als würden sie nicht richtig Deutsch können.

Die Anspielungen auf Sex und alle Formen der Vermarktung von Geschlechtsakten und pornografischer Darstellungen ist so over the top, dass es einen fast so sehr nervt wie der Vorstadt-Kinder-Ghetto-Straßen-Habitus der 4 Gestalten von NANOVOICE. Da kann man getrost einen Haken dran machen. In ähnlich unmelodiöser und sexuell-obssesiver Weise gestalten sich die verbleibenden insgesamt 14 Tracks. Ich muss gestehen, ich konnte bisher nur einen kompletten Durchlauf ertragen, allerdings wird das pubertäre Niveau auch immer flacher zum Ende hin und die Texte weder besser, noch die Musik in irgendeiner Form erträglicher. Wenn man ein schwer pubertierender 15-Jähriger ist, der einen auf Vorstadt-Dicke-Hose macht und durch eine Proletenhafte Attitüde seine Eltern oder Lehrer provozieren möchte, mag man das vielleicht goutieren.

Braucht kein Mensch dieses Werk. In „Technogirl“ heißt es so treffend: „Ich steh´ bis heute nicht, auf diesen Affentanz“ – dazu möchte ich ergänzen: Ich steh´ bis heute nicht auf diese Art Mucke!

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