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NAPALM DEATH - Leaders Not Followers 2

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Artist NAPALM DEATH
Title Leaders Not Followers 2
Homepage NAPALM DEATH
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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8.3/10 (34 Bewertungen)

Die alten Recken werden nicht müde. Dies gilt zumindest für NAPALM DEATH. Nach unzähligen Jahren im extremen Musik-Business sind die Jungs um Front-Grunzer Barney noch immer kein bisschen leiser geworden und quasi als Vorzeigeathleten des britischen Empires unterwegs. Und da man seinerzeit selbst mal jung und unbedarft angefangen hat, ließ man sich auch von bereits existierenden Krach-Combos inspirieren. Heutzutage schaut man dann hin und wieder auf diese Anfangstage und Einflüsse der ersten Stunde zurück, erinnert sich an eine spaßige Zeit und hat sich daher entschlossen, die damalige Unbekümmertheit auf einem Cover-Album zu verewigen. Hierzu haben die Napalm-Members abermals ihre Platten-Sammlungen durchstöbert um die Bands ausfindig zu machen, denen nach der ´99-er „Leaders Not Followers“ Mini-CD ein weiteres Denkmal gesetzt werden soll. Das Ergebnis kann sich hören lassen und bietet gleich 19 Tracks auf.

Deren Originale stammen bis auf zwei Ausnahmen sämtlichst aus dem Zeitraum Anfang bis Mitte der ´80-er Jahre und decken eine große Bandbreite der extremen Spielarten ab. Neben Legenden aus dem Hardcore/ Punk-Bereich wie AGNOSTIC FRONT und DISCHARGE sowie den etablierten Thrash-Acts KREATOR und SEPULTURA bleiben mit MASSACRE, MASTER und im weitesten Sinne HELLHAMMER auch Death Metal Kapellen nicht verschont. Dabei kann man bei MASSACRE sogar von Seltenheitswert sprechen, denn ihr Track „Clangor of war“ vom „Chamber of ages“ Demo ist der einzige, der später keine Berücksichtigung auf dem Debutalbum bzw. den Folge-Releases gefunden hat. Besonderer Stellenwert wurde auch den Schweden ANTI-CIMEX eingeräumt, deren Mitglieder ihr Treiben nachher in Acts wie Wolfpack oder Driller Killer fortgesetzt haben. Sie werden gleich mit zwei Songs und damit mit ihrer halben „Victims of a bomb raid“ Single aus dem Jahre 1984 gefeatured. Ebenfalls haben die Bostoner Grindcore-Vorläufer SIEGE sowie die Crossover-Mitpioniere CRYPTIC SLAUGHTER und HIRAX den Titel „Leader“ verliehen bekommen. Skurriler geht es zu bei noch tieferen Einblicken in den Underground, aus dem es insbesondere die beiden von mir bis dato ungehörten Bands INSANITY (mit einem Stück ihres Proberaum-Demos!) sowie die Hardcore-Kanadier THE DAYGLO ABORTIONS den NAPALM DEATHern angetan haben. Ein weiteres Highlight der Scheibe ist schließlich das WEHRMACHT-Cover „Fright night“ von deren Album „Biermacht“ (sic).

NAPALM DEATH geben mit dieser bedingungslos aggressiven, aber zugleich unterhaltsamen Compilation wie immer ein ungeschminktes und direktes Statement ab und können „Leaders not followers 2“ auch aufgrund der von ihnen glaubhaft vermittelten Authentizität insgesamt zu den besseren Cover-Alben zählen. Lasst es also weiter krachen…

TRACKLIST:
1. CRYPTIC SLAUGHTER – Lowlife
2. THE OFFENDERS – Face Down In The Dirt
3. DEVASTATION – Devastation
4. HELLHAMMER – Messiah
5. ANTI-CIMEX – Victims Of A Bomb Raid
6. WEHRMACHT – Fright Night
7. DISCHARGE – War’s No Fairytale
8. SIEGE – Conform
9. MASTER – Master
10. INSANITY – Fire Death Fate
11. KREATOR – Riot Of Violence
12. ANTI-CIMEX – Game Of The Arseholes
13. MASSACRE – Clangor Of War
14. ATTITUDE ADJUSTMENT – Dope Fiend
15. DIE KREUZEN – I’m Tired
16. SEPULTURA – Troops Of Doom
17. THE DAYGLO ABORTIONS – Bedtime Story
18. AGNOSTIC FRONT – Blind Justice
19. HIRAX – Hate, Fear and Power

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