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NAPE - Read My Mind

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Artist NAPE
Title Read My Mind
Homepage NAPE
Label SETALIGHT
Leserbewertung
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7.7/10 (3 Bewertungen)

Nicht nur in Seattle ist der Grunge zuhause, auch in Cottbus wird diese musikalische Spielart dank den Herrschaften von NAPE beherrscht. Seit 2009 machen Steve Gerisch (Gitarre & Gesang), Ronny Rau (Drums & Backing Vocals) und Chris Seime (Bass) gemeinsame Sache. Seit diesem Jahr ist zusätzlich Kris Kiel am zweiten Sechssaiter dabei. Außerdem wurde der NAPE-Sound mit Noise- und Alternative-Elementen aufpoliert. Zu hören gibt es diese Neuausrichtungen und Weiterentwicklungen auf dem zweiten Longplayer der Band, der auf den Namen „Read My Mind“ hört und im August 2013 in Brasilien aufgenommen wurde.

Während wir in Bezug auf Jogis Jungs zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen können, ob sich die Reise an den Zuckerhut gelohnt hat, darf das für NAPE klar bejaht werden. Mit viel Druck agieren die Ostdeutschen bereits beim Opener „Pure Water“ und halten dieses Level über die gesamte Spielzeit von gut 41 Minuten. Mit ebenso eingängigen wie knackigen Hooklines fressen sich Songs wie „Sugar, Alcohol And Huge Orgasm“ oder auch „Nowhere“ ins Ohr, während „Keep“ scheppernde Grunge-Töne alter Schule anschlägt. „W.A.R.“ bedient währenddessen stärker die Alternative-Fraktion, bevor das lebhafte „Black Hole“  zusätzlich Blues- und Stoner-Elemente ins Rennen schickt. „Inner Circle“ lässt derweil den Stahlsaiter grummeln, wohingegen „Usefull Youth“ wieder straight nach vorn und „My Day“ für einen Moment vom Gas geht. „Joy And Sorrow“ schließt sich melodieverliebt an, ehe „Beyond Remedy“ härtere Gitarren-Geschütze auffährt und „Observe The Silence“ den Reigen mit leisen Tönen beschließt, die vergleichsweise abrupt enden.

THE NAPE erfinden das Grunge-/Alternative-Rad nicht neu, wissen aber mit ihrem Songwriting und Handwerk auf „Read My Mind“ durchaus zu überzeugen. Die Brandenburger kombinieren Oldschool-Melancholie-Rock mit Gitarren-Noise nach Stoner-Art und treffen damit in die Schnittmenge SOCIAL DISTORTION meets QOTSA. GASLIGHT ANTHEM oder THE REPLACEMENTS taugen dabei ebenso als Querverweis wie CHILDREN COLLIDE und VIOLENT SOHO.

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