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NARGAROTH - Spectral visions of mental warfare

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Artist NARGAROTH
Title Spectral visions of mental warfare
Homepage NARGAROTH
Label NO COLOURS RECORDS
Leserbewertung
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8.7/10 (9 Bewertungen)

NARGAROTH, respektive Rene „Ash“ Wagner, gilt ja gemeinhin als DIE Black Metal-Combo aus deutschen Landen, was man mit Alben wie „Herbstleyd“ oder dem vor 2 Jahren veröffentlichten „Jahreszeiten“ durchaus untermauerte. Dass der Gute aber auch immer schon nicht unumstritten war, dürfte bekannt sein. Mit Titeln wie „Black Metal ist Krieg“(2001) macht man sich halt nicht nur Freunde. Ein gewisser Varg Vikernes ist somit nicht nur musikalisch seit frühsten Tagen der wohl größte Einfluss. Mit dem neuen Album schießt er aber den Vogel ab, denn hier kopiert Ash einfach die Ambient/ Keyboard-BURZUM-Werke!

Nach einem nicht enden wollenden Intro, welches sich als siebenminütiger Opener „Odin´s Weeping for Jördh“ entpuppt, geht´s mit dem ganz klar an BURZUMs „Dunkelheit“ angelehnten „An Indifferent Cold in the Womb of Eve“ weiter. Das könnte man ja vielleicht am Rande noch als Black Metal bezeichnen, doch die folgenden 3 Songs dudeln mittels laffem Keyboardgeseier völlig am Hörer vorbei. Wieso bringt man diesen Langweil-Krams unter dem NARGAROTH-Banner raus??? Klaro, Kohle, was sonst. Sonst hätte man das Ganze ja auch als Soloalbum laufen lassen können, dann hätte man alte Fans und Black Metaller nicht mit solch einer Grütze verprellt… was eine weitere Parallele zu Vargs Geklimper Ende der 90er ist. Neben dem erwähnten ersten „richtigen“ Song folgen dann jetzt noch genau 2 („Journey through my Cosmic Cells…“ und der Titeltrack), die so was wie Black Metal erahnen lassen und Fans des Genres wenigst ein bisschen begeistern könnten.

Mehr aber auch nicht. Das Album hat so gut wie gar nichts mit NARGAROTH zu tun, alle Fans sollten daher unbedingt vorher beide Ohren reinhalten und nicht blind zugreifen! Na wenigstens hat er alle Keys/ Synths selber von Hand eingespielt und nicht im Rechner generiert… steht zumindest im Infowisch. Für alle Unbelehrbaren gibt es diesen überflüssigen Quark auch noch in satten 8(!!) Versionen, wobei die limitierten Vinylversionen (jeweils Double-Gatefold in schwarz/ amber/ bernstein/ blue splatter/ red splatter)noch 5 Bonustracks enthalten. Dazu gesellen sich A5-Digi (Lim.1000) und Digi neben der normalen Version. Viel Spaß damit…

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