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NASHVILLE PUSSY - From Hell to Texas

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Artist NASHVILLE PUSSY
Title From Hell to Texas
Homepage NASHVILLE PUSSY
Label STEAMHAMMER/ SPV
Leserbewertung
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Also für das Selbstbewusstsein der Texaner Pussies ist wohl eine Rezension ihrer neuen Scheibe „From Hell to Texas“ kaum gering genug einzuschätzen. Ob himmelhoch jubelnd oder kellertief zerreißend: die Amis ziehen ihr Ding mit der Geradlinigkeit und Konsequenz einer echten Winchester durch. Das bedeutet eine schweiß- und whiskeygetränkte Mischung aus Rock, Country, Punk und was auch immer ihr sonst noch so raushören wollt. Dazu gibt’s echtes Cowboy Image dank eines Western inspirierten Covers sowie der Photos der Bandmitglieder und ihrer klassischen Cowboykluft. Dies ist alles so weit ganz nett – mehr aber auch nicht. Leider weisen NASHVILLE PUSSY lediglich mit einigen Hits die Tauglichkeit für die Rock Oberliga nach, daneben haben sich doch ein paar Rohrkrepierer einen Weg auf diesen Tonträger erschlichen, die die Weiten texanischer Proberäume besser nicht verlassen hätten.

Dabei geht es mit der „Speed Machine“ verheißungsvoll los. Erst ein kleines Intro aus irgendeinem Western, dann röhren Gitarren und Sänger im schönen Wettstreit. Hier zeigt sich die Band von ihrer besten Seite: mit schwungvollem Tempo, röhrendem Sänger, kleinem verzerrten Gitarrensolo, welches auch noch in sich gut aufgebaut ist und eine schöne Dynamik aus harten und nicht ganz so harten Passagen. Dies ist der Stoff, den man beim Anblick des Covers und des Bandnamens hören wollte! Der nachfolgende Titeltrack kann durchaus noch mithalten. Ein schöner, ebenfalls temperamentvoller Song mit gelungenem Gitarrensolo und einem engagierten Sänger, der aus sich herausgeht, gekrönt von einem Chorus, der lauthals von der ganzen Band gegrölt wird. Auch dies ist der Rock mit kantigem CK, den man sich wünscht. „Drunk Driving Man“ geht dann schon bedenklich vom Tempo, weiß aber doch durch einen schönen Refrain und eine wunderbar rockige Gitarrenlinie zu gefallen. Über die nun folgenden „Lazy Jesus“ und „I’m so high“ würde ich an sich den Mantel des Schweigens legen – dies ist als Rezensent jedoch nun einmal so gar nicht meine Aufgabe. Hier wollte die Band scheinbar coole und entspannte Rocksongs präsentieren. Mich entspannen sie jedoch bis zum Weghören. Also bei aller Liebe: das ist langweiliger Altherren Southern Rock, der wahrscheinlich bei den Jungs von ZZ TOP nicht hinreichen würde, um ein Fläschchen Tequila zu öffnen. Damit ist der Zwiespalt dieses Albums schon hinreichend beschrieben: immer wieder lassen die harten und energetischen Songs aufhören, während man bei den reduzierten eher hofft, dass die Jungs ihre Knarren nicht so behäbig ziehen – das könnte ganz gewaltig schief gehen.

Schließlich und endlich stellt sich immer die Frage: wer braucht diese CD? Zunächst einmal die bisherigen Fans der Band, die sicherlich bekommen, was sie erwarten. Außerdem natürlich die immer wieder beschrieenen Komplettisten (ich kenne keinen einzigen, aber irgendwo müssen sie ja existieren). Für das klassische Metal Publikum dürfte die Band mit diesem Album nicht tough genug sein, für die große Nummer reicht es wieder nicht aus. Aber wie schon eingangs erwähnt: der Band dürfte das alles endlos weit an ihren texanischen Ärschen vorbeigehen…

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