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NASTRANDIR - Prayer to Earth

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Artist NASTRANDIR
Title Prayer to Earth
Homepage NASTRANDIR
Label TWILIGHT
Leserbewertung
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7.3/10 (4 Bewertungen)

Als mir das neue Werk von NASTRANDIR ins Haus flatterte, brach ich nicht gerade in Begeisterungsstürme aus. War doch der Vorgänger „Zwischen Horizonten“ nicht unbedingt mein Highlight 2007. Schlagartig kam mir die seltsame Lyrik in den Sinn, die wohl viel Met benötigte, um sie nicht zu albern zu finden. Aber wie gesagt – das war 2007 und nun schreiben wir 2009 und die Jungs vom Totenstrand liefern mit „Prayer to Earth“ erstmals ein Album mit englischsprachigem Titel und auch Lyrik teils in Englisch teils in Deutsch ab. Eine Zwecklösung für mosernde Textfetischisten?

Um eines vorweg zu nehmen. Ich war (und bin es immer noch) angenehm überrascht von dem neuen Silberling der Gruppe. Allein musikalisch (instrumental) haben sie in den 2 Jahren enorm zugelegt. Den Einstieg macht der Namensgeber dieser CD. Mit englischem Text, der wohl das Prädikat „Gore“ verdient, holzt man sich durch die ersten 8 Minuten. Dabei kommen gut gesetzte Tempowechsel, kurze prägnante Soli und auch mal die eine oder andere Raserei zum Einsatz. Und dank der englischen Sprache fällt die Lyrik auch nicht so sehr ins Gewicht. „When I’ll die“ übernimmt dann das Ruder. Doomig rockend mit „Ohoooo“-Chören ist dieses Stück trotz seines Inhalts ein Mitschunkler und macht irgendwie Spaß. Der nun folgende Titel „Fäuste aus Stein“ lässt nun wieder die heimische Sprache ertönen… und das ist für meinen Geschmack ein großer Fehler. Die Lyrik ist und bleibt bandtypisch und wie beim Vorgänger eindeutig auf Metgetränkte Live-Darbietung ausgelegt. Instrumental weiß das Stück aber dennoch zu überzeugen. Teils psychedelische Gitarrenparts ergänzen die harschen Attacken und bilden ein melodisch homogenes Bild. Überhaupt schafft es die Band mit dieser Veröffentlichung, einen riesigen Sprung in die richtige Richtung zu machen, da die Titel allesamt instrumental viel Spaß machen. Nur die Texte sind und bleiben eben Geschmackssache. Keine Geschmackssache ist der Sound. Auch hier hat man sich weiter entwickelt. Druckvoller als der Vorgänger und besser instrumentalisiert weiß das Werk zu gefallen, da nichts im Einheitsklangbrei untergeht.

Tja, werte Leser, hier ist wieder das Problem mit der Subjektivität. Ein Schreiberling kann sich noch so viel Mühe geben – irgendwo fließt immer etwas Subjektives mit ein. In diesem Fall stoßen mir persönlich die Texte etwas bitter auf. Fans der Kombo allerdings sollte das nicht stören. Allen anderen sei Reinhören wärmstens empfohlen, da es hier zumindest musikalisch einiges auf die Ohren gibt.

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