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NASTRANDIR - Zwischen Horizonten

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Artist NASTRANDIR
Title Zwischen Horizonten
Homepage NASTRANDIR
Label TWILIGHT
Leserbewertung
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7.7/10 (3 Bewertungen)

Ich eröffne den munteren heidnischen Reigen und meine Gedanken zu dem hier vorliegenden Album NASTRANDIRs mit einem Zitat aus ihrer Homepage: „Nastrandir ist der Zusammenschluss von vier jungen Musikern aus Norddeutschland, die unter dem Banner der Asen an heilige Haine und ruhmreiche Ahnen erinnern. So begab es sich, dass Nastrandir zu Beginn des Jahres 2006 am Feuer zwischen Hörnern und Humpen geboren wurde und erstes Liedgut in den Wäldern vor Lübeck erklingen konnte.“ Aus diesem Ausspruch kann man wohl recht schnell erlesen, um was für eine Art Band und Musik es sich handelt – richtig, um jene Vertreter, die durch Moralapostel und Möchtegernkritiker wieder in eine politische Ecke geschoben werden könn(t)en. Damit werden sie sich in ihrer noch jungen Bandgeschichte die Hand mit diversen Szenegrößen reichen.

Nun ja, heidnischen (Pagan) Metal gibt es ja wie Sand am Meer – und leider wird es daher ziemlich schwer, dort eben aus den Wogen der Publikationen heraus zu stechen. Musikalisch bewegt sich die Band im mittleren Tempo-Segment mit einigen kleinen Ausbrüchen. Der leider sehr typische Sound wird durch allerlei Instrumente aufgewertet – vor allem werden Violinen melodiegebend eingesetzt und auch mal innerhalb des Songs Takt und Stil komplett umgeworfen. Dazu kommt ein Vortrag am Mikro, der sich zwischen cleanen Vocals und dem klischeehaften Pagan-Sound bewegt. Soweit ist das alles nicht schlecht, nur fällt beim Hören der CD eines auf: In den Songs wiederholt sich der Sänger leider viel zu oft und verliert sich in den endlosen Passagen der Refrains. Dazu kommen ziemlich heftige Ausrutscher in der Lyrik – ein Beispiel? „Der Nidhögg reißt sein Maul weit auf und Midgard weiß, bald ist es aus.“ Was soll ich da sagen…? Klanglich hat das Studio einen guten Job gemacht und der Veröffentlichung einen sauberen, wenn auch nicht sehr druckvollen Sound verpasst.

Final kann ich nur sagen, dass das hier vorliegende Material wohl wieder subjektiv sehr unterschiedlich aufgenommen wird. Klar kann man sich über die Art der Darbietung und die Klischees ohne Ende auslassen, aber dennoch sind Songs dabei herausgekommen, die vor allem live wirken werden. Ich schätze, mit Met im Blut und all den anderen bierseligen Gestalten bei einem Konzert werden die Mitgröhlrefrains ihre Wirkung nicht verfehlen. In diesem Sinne hoffen wir das Beste für Midgard und das natürlich der Nidhögg noch lange angekettet bleibt. Also hört einfach mal rein.

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