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NATALIE IMBRUGLIA - Male

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Artist NATALIE IMBRUGLIA
Title Male
Homepage NATALIE IMBRUGLIA
Label SONY
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Diese australische Seifenoper „Neighbours“ hat ja nicht nur JASON DONOVAN und KYLIE MINOGUE hervorgebracht, sondern auch NATALIE IMBRUGLIA, die 1997 mit „Torn“ einen Riesenhit hatte. An den damit verbundenen Hype und den Erfolg des Debütalbums „Left In The Middle“ konnte die 40-jährige zwar nie mehr anknüpfen, doch über die Jahre hat es neben der Arbeit als Schauspielerin und Model immer auch Rückmeldungen aus dem Tonstudio gegeben. Die jüngste trägt den Namen „Male“ und umfasst ausschließlich Coversongs männlicher Interpreten.

Keine Frage, dass die zwölf Tracks allein schon durch Natalies Stimme ganz anders klingen als die Originale. Gleichzeitig hat sich die zierliche Australierin (mit ihren 1,62 m überragt sie Kollegin Minogue allerdings immer noch um 10 cm!) sich aber auch auf die Fahnen geschrieben, den Liedern eine weibliche Perspektive zu geben. Den Anfang macht diesbezüglich der Albumopener „Instant Crush“, der gleichzeitig auch als erste Single ausgekoppelt wurde. Die Vorlage zu dieser Nummer stammt von DAFT PUNK, die gemeinsam mit JULIAN CASABLANCAS performt wurde. Bei Miss Imbruglia geht’s ein wenig kuscheliger zur Sache – und mit weniger Effekten auf der Stimme, sodass man endlich auch den Text problemlos verstehen kann. Weiterhin sei beispielhaft das zu Herzen gehende „Cannonball“ genannt, das bei DAMIEN RICE von Gitarren dominiert wird und bei Natalie eine Piano-Begleitung erhalten hat.  Das zarte „Naked As We Came“ bleibt vergleichsweise nahe an der IRON&WINE-Version, bringt aber erneut ganz eigene Feinheiten ins Spiel. Federleicht-beschwingt übernimmt PETE TOWNSENDs „Let My Love Open The Door“, während „Only Love Can Break Your Heart” abermals in der Nähe des Originals bleibt. TOM PETTYs „The Waiting“ bekommt nicht nur eine Mundharmonika verpasst, sondern auch ein bisschen femininen Glanz, bevor das finale „The Wind“ (aus der Feder von CAT STEVENS) den Reigen sparsam instrumentiert und nachdenklich enden lässt.

„Male“ wird NATALIE IMBRUGLIA sicher nicht mal eben schnell die Kassen füllen, aber man hört die Spielfreude der Lady aus down under in jeden Stück. Mein Favorit ist übrigens die gut gelaunte Hillbilly-Ausgabe von „Friday I’m In Love“, die wirklich nicht mehr viel mit dem Ausgangsprodukt von THE CURE zu tun hat und doch seine Wurzeln erkennen lässt.

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