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NATE - Dark Side of A Sunny Disposition

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Artist NATE
Title Dark Side of A Sunny Disposition
Homepage NATE
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.8/10 (4 Bewertungen)

Hinter NATE verbirgt sich der ehemalige Frontmann und Gitarrist von SHEARER, Kai Butterweck aus Berlin, der mit „Dark Side of A Sunny Disposition“ sein neuestes Singer-/Songwriter-Projekt auf CD gebannt hat.

Entstanden sind 13 Songs, die beweisen, dass es nicht immer einen dicken Marshall-Amp bedarf, um intensive Rockmusik zu machen. Stattdessen beschränkt sich NATE auf eine akustische Gitarre und den rauen Gesang seines Protagonisten, der als Einflüsse MIKE NESS (SOCIAL DISTORTION), BRUCE SPRINGSTEEN, DANKO JONES und JOHNNY CASH nennt. Los geht’s mit dem beschwingten „Mankind“, bevor „Voices“ ein wenig Nachdenklichkeit ins Spiel bringt, die mit filigranem Gitarrenspiel verbunden wird. „My Best Friend“ gefällt ebenso wie „On A Mission“ mit eingängigen Riffs und Melodien, dann wird’s mit „New World“ deutlich melancholischer – es darf spekuliert werden, wer Luna und Völli sind, denen dieses Lied gewidmet ist. Deutlich cooler schließt sich „Coward“ mit betont tiefen Tönen an, um vom langsamen „Sight of Life“ abgelöst zu werden. Bei „Dirty Job“ zieht das Tempo wieder an, während „Hi Lo“ eher zu den bluesigen Frickel-Nummern zählt. Gutgelaunt übernimmt „Too Much Blood“ den Staffelstab, wohingegen „All In All“ zu den ruhigeren Vertretern zählt. Hier und da meint man bei „Rain“ zwischen den Akkorden tatsächlich den Regen prasseln zu hören, wovon beim finalen „Living Underground“ nichts mehr zu spüren ist. Der Song ist eher ein kurzer Kehraus, bei dem NATE noch mal Gas gibt.

Wie viel hochprozentiger Alkohol und wie viele Kippen wohl nötig waren, um Kais Stimme dieses unvergleichlich versoffene Timbre zu geben? Womöglich ist der Herr aber auch Abstinenzler und überzeugter Nichtraucher und hat ganz einfach nur Schreiknötchen auf den Stimmbändern (gibt es wirklich!). Wie auch immer: Gesang und Instrumentierung passen perfekt zusammen und wer auf bluesgeschwängerten Akustikrock steht, kommt bei „Dark Side of A Sunny Disposition“ voll auf seine Kosten.

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