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NDE - Krieg Blut Ehre Asche

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Artist NDE
Title Krieg Blut Ehre Asche
Homepage NDE
Label COLD SPRING
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Was haben wir denn da? Ein Debutalbum eines belgischen Projektes, das sich NDE (wohl ein lustiges Wortspiel mit dem Wort „Ende“) nennt und dessen erstes Album den Titel „Krieg Blut Ehre Asche“ trägt. Dieses dauert acht Stücke lang. Liedtitel gibt es keine, man verfügt weder über eine Web bzw. Myspaceseite und die Mitglieder bleiben auch im Verborgenen – alles soll also möglichst geheimnisvoll sein und man will nur die Musik für sich sprechen lassen. Und natürlich handelt es sich laut des Labels, um eine „höchst wichtige“ Veröffentlichung. Ist klar, und natürlich ahnt man da schon, was auf einen zukommt.

Trotz Klischee pur entpuppt sich „Krieg Blut Ehre Asche“ aber dann doch nicht als die Katastrophe, die man erahnt hätte. Stattdessen bekommt man einen Hybrid aua Black Metal und diversen Essenzen des Industrial geboten. Da wäre zum einen die blecherne Perkussion, die an IN SLAUGHTER NATIVES erinnert – schon mal kein schlechtes Vorbild. Dann beschwörerische Chöre, Gekreische, dass an Todesschreie erinnert oder auch mal Shouts und zwischendrin Riffs, die dem Black Metal depressiver Art entlehnt sind. Das könnte auch alles so schön bösartig klingen, was es zwischendurch auch immer wieder tut. Nur leider zündet das Album oft genug nicht, gerade weil einen immer wieder der Eindruck beschleicht, als wolle man hier die Essenz des puren Bösen zusammenbringen. Und das funktioniert nur bedingt. Es würde ja auch nicht funktionieren, wenn Gerichte aus unterschiedlichen Ländern erst zubereitet und dann alle zusammen in einem Mixer miteinander vermengt werden, nur um die Köstlichkeit aller Gerichte zu vereinen. Okay, Industrial mag durchaus ein Genre sein, in dem so etwas sogar erlaubt sein mag, nur wirkt „Blut Krieg Ehre Asche“ zu oft gewollt und gezwungen und zu selten durchkalkuliert.

Gute Ansätze gibt es zwar mehr als genug, wenn man es nun noch schaffen würde, diese angemessen aufeinander abzustimmen, könnte die nächste Veröffentlichung sogar richtig gut werden. So versumpft das Album aber im Mittelmaß und man schwankt beim Hören immer wieder zwischen Faszination und Langeweile hin und her. Von einer „höchst wichtigen“ Veröffentlichung kann daher keine Rede sein. Schade drum!

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