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NEAERA - Omnicide – Creation Unleashed

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Artist NEAERA
Title Omnicide – Creation Unleashed
Homepage NEAERA
Label METAL BLADE
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

Nach dem Dampfhammer “Armamentarium” war die Vorfreude auf neue Songs der Münsteraner Death Metal-Schmiede NEAERA natürlich groß, wenngleich dieses Album die Messlatte für neue Songs natürlich sehr hoch legte. Doch die Westfalen nahmen diese Herausforderung an und bewältigen sie mit Bravour.

NEAERA sind gewachsen, sie sind reifer geworden und wissen mit ihrem Potenzial umzugehen. Schon beim Vorgänger war deutlich zu spüren, dass sie ihre ungestüme Wucht der ersten Alben nun kanalisieren und gezielter einsetzen können. „Omnicide – Creation Unleashed“ ist wahrlich ein Musterbeispiel dafür, wie man klassische Death Metal-Roots mit moderneren Strömungen verbinden kann und sollte. So finden sich auch auf der neuen Platte wieder sowohl deutliche Einflüsse von BOLT THROWER als auch von den HEAVEN SHALL BURN-Buddies. Das ganze umgesetzt in Kompositionen, die zwar ihre Inspiration nicht verleugnen, aber deutlich eine eigene Handschrift tragen. So ist es einfach unverkennbar NEAERA, wenn sich in walzende Death Metal-Parts eine verspielte Melodie einschleicht oder sich ein Klasse-Solo seinen Weg durch wuchtige Stampf-Passagen bahnt. Fronter Benny rundet das Ganze natürlich wieder einmal mit seinen extrem vielseitigen und extrem krassen Vocals optimal ab! Dazu macht es einfach Spaß zu sehen, wie die Jungs mit purer Spielfreude und einem förmlich spürbaren Grinsen eine Death Metal-Dampframme nach der anderen raushauen und dabei noch eine mächtig düstere und alles andere als freudige Atmosphäre entstehen lassen!

Abschließend muss ich anmerken, dass die Songs auf „Omnicide – Creation Unleashed“ bei mir nicht so schnell zündeten wie die durchschlagenden Exponate auf „Armamentarium“, aber NEAERA 2009 bieten nicht nur an, sie fordern auch. Sie fordern, dass man sich mit ihrem Album auseinander setzt und sich intensiv mit ihnen beschäftigt. Das Resultat beweist dann endgültig, dass die Münsteraner bei weitem nicht mehr zu den jungen Wilden, sondern zu den großen Etablierten der deutschen Death Metal-Szene gehören. Und das mit Recht!

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