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NECK - Come Out Fighting!

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Artist NECK
Title Come Out Fighting!
Homepage NECK
Label GOLF RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Die Lady und die fünf Boys der Londoner Formation NECK haben sich musikalisch des Irish Folks angenommen, wahrscheinlich, weil nur dies in ihren Augen die logische Fortsetzung des Punks ist. Damit befinden sie sich in bester Gesellschaft mit Bands dieses Genres wie beispielsweise den deutschen Gruppen IRISH BASTARDS oder FIDDLERS GREEN, die mit ihrem Speedfolk eine Steilvorlage geben. So wundert es nicht, dass NECK auch als „schwere Artillerie der irischen Musik“ bezeichnet werden. Mit der vorliegenden Scheibe bringen sie ihr drittes Studioalbum heraus und geben ihr Debüt bei Golf Records. Mehr als acht Jahre touren sie inzwischen über drei Kontinente und bringen ihren mitreißenden Folk-Punk unters Volk. Ihre anti-rassistische Single „Everybody’s Welcome To The Hooley“ gelangte 2006 in die Single-Charts in UK.

Mit“Come Out Fighting!” bringen die Irish Punker ihr ganz eigenes London-irisches Gebräu zu den Fans. Dabei werden die unterschiedlichsten Rhythmen bedient. So kommen neben den sanft-rockigen Instrumentalstücken („The Lilting Banshee Set“) natürlich die rauen und derben Trinklieder (Titelstück) wie die politischen Poeme (das immer schneller werdende „Everybody’s Welcome To The Hooley“ oder das an STATUS QUO erinnernde „Ourselves Alone“), die gut beobachteten und geistreichen Hymnen („Hello Jakey!“) und die auf die Tränendrüsen drückenden Balladen („The Homes Of Donegal“, „I’ll Still Be Blue Over You“) gleichermaßen zum Zuge. Die instrumentelle Bestückung bietet alles, was der Folk- und Mittelalter-Fan heute erwartet. Neben dröhnenden Elektrobässen, verspielten E-Gitarren („The Star Of The County Down“), und taktgebendem Schlagwerk begleiten Flöten, Banjo und Geige die überwiegend schnellen, zum Herzinfarkt treibenden Lieder. Wenn ich mich für einen Favoriten dieser Scheibe entscheiden sollte, hätte ich Probleme, auf jeden Fall gehören „Come Out Fighting!“ und „I’ll Still Be Blue Over You“ in die Wiederholungsschleife. Und das, was NECK auf ihrer Homepage versprechen (Du musst kein Ire sein, um NECK zu mögen.), hat sich voll bestätigt.

Bei aller Unterschiedlichkeit der einzelnen Songs bleibt doch am Ende, dass sie durch die Bank sehr kraftvoll sind und immer einen Grund bieten, in den Tanzsälen gespielt zu werden oder den Zuschauerraum während eines Konzertes in einen Tanzsaal zu verwandeln. Ich persönlich empfand die Aussteuerung des Gesangs etwas zu schwach, die Instrumente zu laut, aber dennoch ist die Musik von NECK einfach guter, tanzbarer und schneller Folk, der auf Balladen nicht verzichtet. Positiv dagegen dann wieder, dass die Lyrics im Booklet abgedruckt sind und ganz besonders die Erläuterung einzelner Wörter oder Redewendungen, die man trotz guter Englischkenntnisse nicht unbedingt wissen kann. Wer NECK live erleben möchte, hat Anfang April im deutschsprachigen Raum die Gelegenheit dazu.

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