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NECROMANDUS - Orexis Of Death & Live (Re-Release)

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Artist NECROMANDUS
Title Orexis Of Death & Live (Re-Release)
Homepage NECROMANDUS
Label RISE ABOVE RECORDS
Leserbewertung
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Totalen 70er-Retro-Rock zocken diese Herren aus England… na ja, retro eigentlich ja nicht, denn die Band gründete sich 1970! Man nahm 1973 ein Album auf, das erst 1999 (!) erschien. Manch einer bezeichnet sie auch als eine der frühsten Doom-Bands. Tony Iommi managte die Jungs sogar ab 1972! Und nahm auf ihrem vorliegenden Debutalbum für den Titeltrack gar ein paar Gitarrenparts auf. Es gab einen Deal mit Vertigo, alles schien bestens. Doch ein Bandmitglied (Dunnery) stieg aus und die Band verlief im Sande. Später wollte OZZY sie für seine Soloband akquirieren, was aber auch nicht klappte. Nun wird das erstmals 1999 veröffentlichte Werk zum zweiten Mal nach 2005 Re-Released, diesmal mit massig Live-Bonustracks.

Da hat Label-Meister Lee Dorrian mal wieder was ganz obskures und feines ausgebuddelt, worauf er ja mittlerweile spezialisiert ist. Die BLACK SABBATH-Connections sind kein Wunder, wenn man sich den ersten Track „Nightjar“ reinzieht. Steht den Frühwerken ebenjener in Nichts nach und kann sowohl kompositorisch, wie erst recht spieltechnisch locker mithalten. Im Nachhinein werden NECROMANDUS gar als die bessere Band betrachtet, auch wenn diese progressiver tönen als Iommi & Co., dadurch aber auch nicht ganz so hart. Was dann YES ins Spiel bringt. Ein Mix aus den beiden essentiellen Rock-Dinosauriern beschreibt den Sound der verschollenen Herren ganz gut. Wer also auf den Sound der End-60er/ Früh-70er steht, der muss Perlen wie „Still Born Beauty“ oder „Orexis of Death“ wiederentdecken! Die hätten mal ein ganz große Nummer werden können, ja müssen! Schön, dass man sich das Teil wenigst jetzt ziehen kann. Bin gespannt, was der gute Lee als nächstes ausgräbt in irgendwelchen Kellern und Archiven…

Die 8 Livetracks, darunter 2 Non-LP-Tracks, sind 1973 irgendwo mitgeschnitten worden und klingen sehr rau und bootleggig natürlich, rücken die Band aber noch näher an BLACK SABBATH ran als eh schon. Geiles Zeitdokument mit sehr fähigen Musikern und für damalige Zeit übliche Jam-Parts. Dummerweise sind 3 der 4 Mitglieder inzwischen verstorben, womit eine nochmalige Zusammenkunft leider flach fällt.

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