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NECRONOMICON - Revenge of the Beast

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Artist NECRONOMICON
Title Revenge of the Beast
Homepage NECRONOMICON
Label XTREEM MUSIC
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Einen ähnlich harten Kampf, wie unser aller Bruce Campbell gegen die dunklen Mächte des „Book of the Dead“ durchzustehen hatte, haben die süddeutschen Thrasher mit passendem Namen ebenfalls in ihrer bisherigen Geschichte führen müssen. Erschien das selbst betitelte Album bereits im Jahre 1986, dauerte es nach „Escalation“ bereits geschlagene sieben Jahre, bis 1995 das vierte Album „Screams“ erschien, mit dem sich die Band danach auch gleich wieder in eine neunjährige Pause verabschiedete. Jetzt also vier Jahre nach „Construction of Evil“ die Rache des metallischen Biestes (wobei dieses Album bereits 2007 in einer zeitgemäßen „Metal“-Version und im old schooligen Achtziger-Gewand aufgenommen wurde, um den Fans zum 25jährigen Jubiläum etwas Besonderes zu bieten!).

Nachdem der Vierer nun letztendlich beim spanischen Label „Xtreem Music“ unterkommen konnte, liegt jetzt also das reguläre Release vor und weiß durchaus Eindruck zu hinterlassen. Getragen wird der überraschend variable Thrash-Sound von der wandlungsfähigen Stimme Freddys, die es vermag, den Songs einen eigenen Stempel aufzudrücken. Bei Tracks wie „Refugee“ oder „War in the Cradle“ fühlt man sich, nicht nur beim Gesang, an die guten Zeiten von W.A.S.P. erinnert! Ansonsten dominiert der gute, alte Achtziger-(Teutonen)-Thrash, trotzdem schafft die Band es fast immer, nur wenig altbacken zu klingen. Das darf man durchaus als Kompliment verstehen, dennoch hätte der letzte Song „One Universe“ gerne im Proberaum verbleiben dürfen. Akustikgitarre und Synthies haben im Metal selten für gute Songs gesorgt… Dafür knallt der Rest aber in schönster alter SODOM, KREATOR-Manier durch die Boxen, bei Midtempo-Tracks wie „Blood Sky“ kommt noch eine Prise alte METALLICA hinzu. Garniert wird das Ganze mit einem Spritzer SLAYER („On Pain of Death“). Die Drums galoppieren gen Baskerville, die Gitarren sägen am Ast, auf dem die nachgewachsenen Thrash-Jungspunde hocken…

Alles in allem also ein zu empfehlendes Album für Kuttenträger und Emo-Hasser… Ein solides Stück deutscher Thrash, bei dem leider die Gefahr besteht, im Release-Overkill regelrecht unterzugehen. Dem vorzubeugen ist des Lesers Aufgabe, verdient hätte die Scheibe Eure Aufmerksamkeit allemal!

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