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NEGATIVE - Karma Killer

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Artist NEGATIVE
Title Karma Killer
Homepage NEGATIVE
Label EDEL RECORDS
Leserbewertung
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7.4/10 (5 Bewertungen)

Nach ROBBIE WILLIAMS und LINKIN PARK darf man bei “Karma Killer” nun auch an NEGATIVE denken. Zwei Jahre nach „Anorectic“ gibt es neues Futter für die Fans der Schnuckel-Finnen und dabei musste sich die Deutsche Anhängerschaft noch 4 Monate länger als das restliche Ausland gedulden. Mittlerweile dürfen sich die Jungs etabliert fühlen, vom ehemaligen Etikett „Glam“ bewegt man sich immer mehr weg hin zu „Stadion Rock“, man könnte auch salopp sagen: Weniger Finnisch, mehr Amerikanisch, weniger HIM, mehr GUNS N ROSES. Neben Jonne Aarons immer rau-rockig werdender Stimme (Zigaretten, Alkohol oder beides?) dominieren wuchtige Gitarrenriffs, einen Unterschied zwischen dem ausgeschiedenen Sir Christus und „dem Neuen“ Gary wird der Laie nicht gewahr.

Die erste Hälfte des 10 Titel umfassenden Albums geht mit gewohnter melodiöser Power gut nach vorn und wer jünger als 30 ist, wird definitiv seinen Spaß haben, alle jenseits dieser Marke werden sich mit einem Gähnen abwenden, um statt Titel Nr. 4 „Motherfucker“ lieber gleich „The Ace of Spades“ von MOTÖRHEAD aus dem Schrank zu kramen. Die Altvorderen wird dann auch das Intro zu „Giving up!“ schwer an PINK FLOYD erinnern, bevor das Stück zur Hymne mit männlichem Chor mutiert, die Windmaschine durchs lange Haar wirbelt und man das Trockeneis förmlich wabbern sieht. Nun ist der Übergang geschafft zur Schmuseabteilung. Und das haben die Finnen drauf, keine Frage. „An Ornament“ lässt Feuerzeuge zücken und nach starken Schultern Ausschau halten und versprüht diesen Hauch Melancholie aus Anfangstagen. Nachdem noch drei weitere Stücke lang druckvoll gerockt wird, lässt „Gravity of love“ zum Abschluss erneut gefühlsgeladen die Luft vibrieren und das mit gelungener Dramaturgie fast 9 kurze Minuten lang.

Auch mit Album Nummer Vier liefern NEGATIVE viel Pathos und wuchtige Melodieseligkeit ab, wenngleich viriler als die Vorgänger, was mir persönlich gut gefällt. So kommt man in Gefilde, die Frauen immer noch mögen und Männern nicht mehr peinlich ist.

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