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NEGRU VODA - Vald De Luxe (3-CD)

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Artist NEGRU VODA
Title Vald De Luxe (3-CD)
Homepage NEGRU VODA
Label MALIGNANT
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Insgesamt 36 Tracks auf drei CDs umfaßt das Digipak „Våld De Luxe“ des schwedischen Industrialpioniers Peter Nystrom. Es handelt sich einerseits um überarbeitetes Material, u.a. die komplette 1998 veröffentlichte „Dark Territory“-VÖ, sowie teilweise unveröffentlichtes Material. Inspiriert ist der Sound von Klassikern wie TEST DEPT, S.P.K. oder THE KLINIK.

Dieses merkt man auch gleich dem Opener und Titeltrack der ersten Scheibe an, ein wahrhaft episches, rund 25minütiges Stück, dessen Sound Erinnerungen an finstere, einsame Winternächte weckt, ein latentes Rauschen, untermalt von unheilvollem Beat und man meint bedrohlich näherkommende Schritte zu vernehmen, nun wird der Sound leiser, verebbt beinahe, um dann widerum immer eindringlicher und verworrener zu werden. Die beiden folgenden Tracks sind dann etwas lärmiger und zum Schluß präsentieren sich „Kompressor“ und „The Dobruja“ stilistisch sehr minimiert und setzen nur auf wenige prägnante Töne.

„Dark Territory“ wiederum beginnt kaum wahrnehmbar, untermalt von den Geräuschen eines Schallplattenspielers, um dann auf „Radiotronik“ richtig aufs Gas zu drücken und zum ersten Mal richtiges Club-Industrialfeeling aufkommen zu lassen, dies scheint auf allen drei CDs aber dennoch eher im Hintergrund zu stehen, vielmehr finden wir vielfältige Spielereien wie Sprachsamples: „Silent Force Entry“, beklemmende Maschinengeräusche „Dark Territory“ und mit „Analog Highland Inferno“ und „Please, Don´t steel my Head“ auch wieder zwei opulente und epische Tracks.

Von den drei CDs ist die letzte „Whispers from the silent shaft“ mein persönlicher Favorit. Was der Schallplattenspieler auf „Dark Territory“ war, sind nun Hubschraubergeräusche auf dem Opener „The mine Shaft“, die gesampleten Geräusche sind der Auftakt eines Songs der mit vielen sakralen Anleihen und unterschwelligen Samples arbeitet und an die DELERIUM-Frühphase erinnert. Mit vielen lärmigen Geräuschen setzt zu meiner Freude der darauffolgende Track „The Drill“ diesen Stil fort. Auch der weitere Verlauf dieser CD setzt den eingeschlagenen Weg fort, der schlussendlich in den beiden jeweils über zehnminütigen Tracks „The smell of island“ und „Turko“ beeindruckend seinen Abschluß findet.

Für drei CDs zum Preis von einer kann der Freund des düsteren Darkindustrial nichts verkehrt machen.

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