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NEONRAIN - We are Meat/ The Vultures

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Artist NEONRAIN
Title We are Meat/ The Vultures
Homepage NEONRAIN
Label STEELWORK MASCHINE
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Von dem kleinen aber feinen französischen Label Steelwork Maschine gibt es ja schon einige äußerst gelungene Veröffentlichungen, denke ich da nur an die Kollaboration „Individualistes/ Collectivistes“ von PPF und ICK oder das Gemeinschaftsprojekt LIGNE CLAIRE auf dem Sublabel Steelkraft Manufactory. Mit dem neuen Album von NEONRAIN gehen die Franzosen den eingeschlagenen Weg „Klasse statt Masse“ konsequent weiter.

„We are Meat/ The Vultures“ ist nach einem Album und einer Split-CD zusammen mit H-P UNIT 14 die dritte Veröffentlichung von NEON RAIN. Eigentlich sind es ja sogar zwei Platten, die hier sehr zurückhaltend als Doppel-CD verkauft werden. Hinter NEONRAIN steht Co-Label-Chef Serge Usson, der zudem noch Mastermind hinter STORM OF CAPRICORN, Mitglied bei LIGNE CLAIRE und Sänger der Black-Metal-Bands ACARUS SARCOPT und SAEL ist. Ne Menge Jobs für eine Person. Aber zumindest für die Projekte aus dem Genre Dark Ambient/ Industrial kann ich sagen, dass er das sehr gut macht.

Die beiden CDs „We are Meat/ The Vultures“ zeigen Usson als sehr vielschichtigen Künstler. „We are Meat“ ist den Sklaven der Arbeiterklasse gewidmet, mit einer Mischung aus Power Electronics, Drone und Dark Ambient. Track 2 erinnert an den „Gesang“ von Lina Baby Doll bei DEUTSCH NEPAL. Ab und an finden sich Samples, Stimme und das Schöne ist, die Tracks gehen ineinander über und lassen so das Album trotz der vielen Stilwechsel zu einer Einheit verschmelzen. In der Mitte der CD dann etwas fast Bahnbrechendes für diese Art Musik: Usson holt die Metal-Gitarre aus dem Schrank und legt los. Und selbst das passt. Donnerwetter. Aber eine CD kommt ja noch. Diese ist dem Widerstand gewidmet, „für alle Menschen auf der Welt, die unsere Gesellschaft zu mehr Chaos und Zerstörung führen.“ Auch hier findet sich wieder Power Electronics, Post-Industrial und Co. Aber besonders hervorzuheben sind hier die Stücke 3 und 6. Ein Vergleich mit der Minimal-Legende ECHO WEST drängt sich hier geradezu auf. Der Track „Face the Wall – Hurt our Fists“ ist zudem ein richtiger Tanzflächenknüller.

Schlussendlich kann ich das Doppelalbum nur jedem ans Herz legen, der sich in den genanten Musikstilen zu Hause fühlt, bekommt der Käufer doch wie bei einem guten Buffet von allem einen Happen.

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