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NERVOUS NELLIE - Where The Nightmare Gets In

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Artist NERVOUS NELLIE
Title Where The Nightmare Gets In
Homepage NERVOUS NELLIE
Label WIFE
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

NERVOUS NELLIE kommen aus Stockholm/ Schweden und bringen ihre eigenwillige Mischung aus Indie-Pop und Alternative-Rock jetzt schon seit 12 Jahren unter die Leute. Mit ihrem aktuellen Silberling „Where The Nightmare Gets In“ bringen sie ein Album heraus, das einem vierteiligem Konzept unterliegt. „Where The Nightmare Gets In“ bildet nun den Abschluss dieses Zyklus‘.

Der Fokus liegt auf den großen Melodien, sowie langen Synthie-Flächen und emotionalem Gesang mit sanften Untertönen. Einzelne Soundelemente, wie etwa Klicken, Rauschen oder Rütteln, lassen erahnen, mit welcher Feinheit und Genauigkeit sich NERVOUS NELLIE an die Arbeit gemacht haben. Im Zentrum der Songs stehen immer Emotionen wie beispielsweise Melancholie oder Einsamkeit, die mit Hilfe der Musik einen Ausdruck bekommen und lebendig werden. NERVOUS NELLIE sind alle Nummern gleichermaßen gelungen, wobei als zwei Highlights der Platte „Skeletons“ oder der Schlusstrack „No Sound“ herausstechen, eine Nummer, die berührt und beinahe episch wirkt. Es ist ein lustvolles Stöbern und Stochern in akustischen Traditionen, ein halb intellektuelles, halb intuitives Arrangieren von kanonisierten Versatzstücken, die sauber aus dem historischen Kontext herausgearbeitet und neu interpretiert werden. Und genau in dieser übergreifenden Strategie offenbaren NERVOUS NELLIE ihre Klasse. Denn selbst wenn das Gesamtbild manchmal etwas verworren bleibt, gewährt „Where The Nightmare Gets In“ einen flüchtigen Eindruck davon, wie gute Musik im noch ungefestigten neuen Jahrtausend klingen könnte – eklektisch, ekstatisch, elegant.

Am Ende hinterlässt „Where The Nightmare Gets In“ einen harmonischen Eindruck. Die Band schafft Atmosphäre mit einem Hauch von Mystik. Dabei setzt man ganz auf Minimalismus, der hypnotisiert und fasziniert. Die Musikwelt wird von diesem Beben wohl noch sehr lange etwas spüren. „Where The Nightmare Gets In“ erzeugt eine fesselnde Leere, in die man sich immer und immer wieder fallen lassen will – am besten in der U-Bahn, auf dem Weg zum nächsten Glühweinstand, während man sich zwischen den warmen Winterjacken versteckt und die Platte schluchzend ins Herz schließt.

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