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NEUTRAL - Serpents In The Dawn

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Artist NEUTRAL
Title Serpents In The Dawn
Homepage NEUTRAL
Label EISLICHT-VERLAG
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.3/10 (4 Bewertungen)

Es ist immer wieder erfrischend, neue tolle Alben von noch unverbrauchten Acts zu Gehör zu bekommen. NEUTRAL ist genau so ein Fall, bei dem man wahrlich nicht neutral bleiben und sich mit Lob zurückhalten muss. Dabei ist „Serpents in the dawn“ erst das zweite Studioalbum des Duos aus Moskau. Die Überraschung fällt wohl aber auch gerade deshalb so positiv aus, weil mir der Vorgänger „Of shadow and its dream“ nicht bekannt ist. Stattdessen haben NEUTRAL meine volle Aufmerksamkeit durch ihren Beitrag zum Eislicht-Labelsampler „Eisiges Licht 2“ erhalten. Das nun veröffentlichte Zweitwerk (mal abgesehen von der „Walpurgis Night“ Liveaufnahme) erscheint auch bei Eis & Licht, die sich dankenswerter Weise den Herren Ash und E. Voronovsky angenommen haben. Schließlich ist es kein leichtes Unterfangen, von Russland aus den musikalischen Globus zu erobern…

Das seinerzeit beigesteuerte Stück „The starfall of the nevermore“ findet sich auch auf der aktuellen Scheibe wieder und stellt ein wunderbares Beispiel für die Schönheit in NEUTRALs Musik dar. Die beiden sehen sich auf den Spuren von Gruppen wie SOL INVICTUS oder CURRENT 93, können aufgrund ihrer Herkunft aber eine gewisse Exotenstellung für sich in Anspruch nehmen, die sich nicht bloß darin äußert, dass bei „Luna“ in ihrer Heimatsprache intoniert wird, sondern weil man vielleicht sogar weniger „vorbelastet“ zu Werke gehen kann und so eine eigenständige Sichtweise dafür entwickeln konnte, wie der von ihnen komponierte Romantic Dark Folk russischer Prägung klingen soll. Das Material ist ruhig, fast friedlich, aber dennoch leicht apokalyptisch angehaucht sowie mit jeder Menge angenehmer Melodien und bittersüßem Schwermut gesegnet. Die zerbrechliche Instrumentierung fußt dabei im wesentlichen auf zart gezupften Gitarrenklängen, Violine und Piano bzw. Synths. Verschiedene, stets warme Stimm(lag)en von Sänger Ash gehören ebenfalls zum guten Ton und runden das Gesamtbild ab.

„The gift of the sea“, bei dem das gleichlautende Gedicht des britischen Schriftstellers Rudyard Kipling aus dem Jahre 1890 vertont wird, geht ein wenig Richtung SOPOR AETERNUS, was im weiteren Verlauf jedoch die Ausnahme bleibt. Mein persönlicher Favorit eines stimmungsvollen Albums ist hingegen „Next to the stars“ mit seinem kräftig-prägnanten Refrain und der Unterstützung durch einen dezenten Trommelrhythmus.

Da zudem auch Artwork und Booklet einen stimmigen Eindruck hinterlassen, kann „Serpents in the dawn“ uneingeschränkt empfohlen werden. Bleibt eigentlich nur noch zu hoffen, dass es die Jungs irgendwann mal für ein paar Auftritte nach Deutschland schaffen.

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