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NEVERMORE - The Obsidian Conspiracy

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Artist NEVERMORE
Title The Obsidian Conspiracy
Homepage NEVERMORE
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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7.2/10 (5 Bewertungen)

Fünf Jahre nach „This Godless Endeavor“, das seinerzeit Extreme in Punkto Spieltechnik, Härte und Songwriting auslotete und zu Recht allerorts abgefeiert wurde, sind die Mannen um Ausnahmesänger Warrel Dane und Ausnahmegitarrist Jim Sheppard wieder am Start. In dieser Zeit haben sowohl einzelne Bandmitglieder ihre Soloprojekte vorangetrieben als auch schlicht und einfach eine Auszeit genossen, nachdem wohl alle vom ständigen Album-Tour-Rhythmus und nicht zuletzt voneinander die Schnauze voll hatten.

Umso fokussierter und mächtiger kehren NEVERMORE nun mit „The Obsidian Conspiracy“ zurück, ein Album, welches sich nicht wenige als direkten Nachfolger zum bisherigen Oberalbum „Dead Heart In A Dead World“ gewünscht hätten. Obwohl die beiden Nachfolger Sternstunden des Power-/ Progmetals waren, haben sie so manchen technisch hier und da überfordert, und genau deswegen ist es eine absolute Freude, wenn einem zehn Jahre nach Hits wie „Narcosythesis“ und „The Heart Collector“ straighte Geschosse wie „The Termination Proclamation“, „Your Poison Throne“ oder „Moonrise (Through Mirrors Of Death)“ um die Ohren fliegen. Allesamt strotzen sie vor endgeilen Riffs, (wieder mal) göttlichem Gesang und sind jederzeit sofort als typische NEVERMORE Songs erkennbar. Mit „Emptiness Unobscured“ serviert man dann eine Halbballade, die es sicher aufgrund des starken und eingängigen Chorus mit dem schon erwähnten „Herzensammler“ aufnehmen kann. NEVERMORE wären aber nicht NEVERMORE, wenn sich nicht auch auf diesem Album komplexere, sich langsamer dem Hörer erschließende Kompositionen finden würden. Für das Langzeitvergnügen sorgen demnach Titel wie „She Comes In Colors“ (Sehr düsterer, ruhiger Anfang, bis kurz vor Beginn Minute 2 die Riffsalven von der Leine gelassen werden) und der sehr intensive Titeltrack, der jeden Riff-Fan in Ehrfurcht auf die Knie sinken lassen wird.

Ingesamt haben NEVERMORE hier nicht nur die perfekte Mischung aus sehr kraftvollem und oft brachialem Riffing plus einige düstere Passagen gefunden, sondern auch die perfekte Balance aus headbangerkompatiblem Stoff und Tönen, zu denen der Kopf besser nicht zum Schütteln benutzt wird. Gitarrendienlich produziert wurde diesmal vom SOILWORKs Peter Wichers, der auch für Warrels Soloalbum die Knöpfchen gedreht hat, während der Mix wieder von Andy Sneap stammt. Alles zusammen lässt dieses Album fett aus den Boxen krachen, das sich als nächster Band Klassiker in die Discographie ganz vorne mit einreiht.

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